Pächterwechsel auf der Schöpflhütte. Isabell und Andreas Brader hören auf, Elvira und Alfred Zwettler sind die neuen Betreiber der Hütte. Es soll mehr Nächtigungen geben, im Sommer gibt‘s keine Pause.

Von Ernst Klement. Erstellt am 01. April 2018 (04:08)
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Alois Goiser, Hannes Knopf, Monika Dick, Fritz Hackl, Roswitha Zarda (sitzend), Daniel Kosak, Helmut Lintner, die neuen Schöpflpächter Alfred und Elvira Zwettler sowie Martin Michalitsch nach der Generalversammlung. Die Schöpflhütte ist jetzt geschlossen. Am 11. April wollen die neuen Pächter starten.
NOEN, Klement

Das Schöpflschutzhaus wurde 18 Jahre von Isabell und Andreas Brader geführt. Wie berichtet hören sie auf. Altbürgermeister Alois Goiser und Ferdinand Binder verabschiedeten die beliebten Wirte am Palmsonntag. „Ihr habt hervorragende Arbeit für den Tourismus am Schöpfl geleistet“, sagte der Altbürgermeister.

Isabell Brader bedankte sich und erklärte: „Was bleibt, ist die Erinnerung an 18 wunderschöne Jahre auf der Schöpflhütte. Es war mit immer eine Freude, die vielen Wandergäste zu begrüßen.“

Neue Ära am Schöpflschutzhaus,

Nun beginnt eine neue Ära am Schöpflschutzhaus, denn ab 11. April werden Elvira und Alfred Zwettler die Hütte führen. Die Vorstellung der neuen Schöpflpächter stand am Freitag bei der Generalversammlung des Touristenclubs im Gasthaus Hellmuth auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Obmann des Touristenclubs Fritz Hackl wurde das neue Konzept vorgestellt. Viele Politiker wohnten der Sitzung bei.

Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch, der Laabener Bürgermeister Helmut Lintner, der Altlengbacher Vizebürgermeister Daniel Kosak, die Innermanzinger Vizebürgermeisterin Irmgard Schibich und Altbürgermeister Alois Goiser waren dabei, als das neue Konzept präsentiert wurde.

Das Schutzhaus auf dem Schöpfl soll der Treffpunkt am Berg für Familien mit Kindern, Wanderer, Pilger, Mountainbiker und auf jeden Fall für die Bevölkerung aus den umliegenden Gemeinden werden. Ab sofort bilden sich für Schulen, Betriebe und Vereine neue Möglichkeiten, ihre Aktivitäten mit dem Wanderziel „Schöpfl Schutzhaus“ neu zu gestalten und einen wunderbaren Ausblick auf die Natur gepaart mit feiner Hausmannskost zu genießen. Es stehen 40 Schlafplätze zur Verfügung, somit ist das Schutzhaus ein idealer Stützpunkt für die Pilger auf dem Weg nach Mariazell. Für die Übernachtung von Hunden werden spezielle Hundeschlafboxen errichtet. Für Mountainbiker mit E-Bikes sind bereits vier Stromtankstellen errichtet. Wesentlich im neuen Programm ist auch, dass das Ehepaar auf der Schöpflschutzhütte wohnt, sodass längere Öffnungszeiten gewährleistet sind. Die Hütte wird außerdem den ganzen Sommer über offen sein.

Elvira Zwettler kommt aus der Gastronomie und gemeinsam mit ihrem Gatten freut sie sich auf diese Herausforderung. Billy Zwettler: „Das Schutzhaus hat im Vorjahr nur 35 Übernachtungen gehabt. Da wir nun rund um die Uhr auf der Schöpflhütte wohnen und auch 40 Schlafplätze haben erwarten wir uns eine wesentliche Steigerung der Nächtigungszahlen.“

Nächtigungszahlen sollen steigen

Diskutiert wurde, ob man die Besucherzahlen auf der Hütte mit der Einführung eines Shuttle-Busses weiter steigern könnte. Dem gab Bürgermeister Helmut Lintner eine Abfuhr: „Mit der Errichtung des Leopold Figl Observatoriums in unmittelbarerer Nähe wurde klar besprochen, dass das Schutzhaus nur zu Fuß erreicht werden kann. Außerdem wollen die Wanderer ihre Ruhe und nicht vom Verkehr gestört werden.“

Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch stellte das neue Bikerkonzept vor, das derzeit vom Land Niederösterreich ausgearbeitet wird. „Überall braucht man eine gewisse Ordnung, auch in unseren Wäldern.“ Auf dem Schöpfl sind die Mountainbiker willkommene Gäste.