Wanderer rochen Hanf-Plantagen. Frauen bauten Cannabis im Laabental an – zum Eigengebrauch, wie sie sagten. Zur Ernte kam dann aber die Polizei. Einer der beiden konnte auch der Verkauf nachgewiesen werden.

Von Beate Riedl. Erstellt am 04. August 2021 (04:36)
Cannabis-Plantage
Cannabis-Plantage
APA (dpa/Archiv)

Saftig grüne Wiesen, stattliche Bäume, duftende Sträucher und viel frische Luft – nicht nur die Bewohner im Laabental genießen die intakte Natur, auch viele Wanderer sind gerne unterwegs, um sich an der frischen Luft zu bewegen, Energie zu tanken und die Flora (manchmal auch die Fauna) zu bewundern.

Dass da auch mancherorts Pflanzen wachsen, die die Grenze der Legalität überschreiten, fiel kürzlich Wanderern auf. Denn bei zwei Häusern im Laabental duftete es verdächtig nach Cannabis. Dass sie „Gras“ gerochen hatten, melden sie schließlich bei der Polizei, die bei den Adressen eine Kontrolle durchführte.

38 Cannabis-Pflanzen wurden sichergestellt

Und siehe da – die Wanderer hatten im wahrsten Sinne des Wortes den richtigen Riecher: Insgesamt konnten bei den benachbarten Frauen (48 und 54) 38 Cannabis-Pflanzen sichergestellt werden – natürlich „nur“ für den Eigengebrauch, wie sie bei der Einvernahme angaben. Außerdem wurden noch rund 120 Gramm Cannabis, das bereits fertig für den Gebrauch war, beschlagnahmt. So ganz konnten die Kriminalisten einer der beiden nicht glauben, dass sie nur für den Eigengebrauch den Hanf angebaut hatte, denn immerhin fanden die Beamten dann auch noch Aufzeichnungen darüber, dass sie 415 Gramm Cannabis auch verkauft hatte.

Die Frau wird wegen Besitz, Erzeugung und Handel angezeigt, ihre Nachbarin „nur“ wegen Besitz und Erzeugung.