Wermutstropfen: Schülerbus fährt bald nicht mehr. Schnellbus nach Wien bleibt, aber zwei Busse nach St. Pölten fallen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 02. Februar 2017 (05:33)
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Die SP-Politiker freuen sich, dass ihre Resolution für den Erhalt der Schnellverbindung nach Wien erfolgreich war, ärgern sich aber, dass zwei Busse nach St. Pölten eingestellt werden: Georg Parrer aus Laaben, Wolfgang Luftensteiner aus Altlengbach, Edeltraud Mühlbauer aus Innermanzing, Albert Pitterle und Andreas Klos aus Hainfeld mit der Resolution, die in den Gemeinderäten eingebracht wurden.

Dass die direkte Busverbindung von Hainfeld nach Wien-Hütteldorf gesichert ist, freut die SPÖ-Ortsorganisationen Altlengbach, Brand-Laaben, Hainfeld und Neustift-Innermanzing. „Wir freuen uns, dass die Initiative der SPÖ in den Gemeinden Hainfeld, Brand-Laaben, Neustift-Innermanzing und Altlengbach zur Beibehaltung der Schnellbus-Verbindung nach Wien-Hütteldorf geführt hat“ so die SPÖ-Vorsitzenden der vier betroffenen Gemeinden. Die SP-Vertreter feut, dass es mit dem neuen Fahrplan ab April, wie berichtet, zu einigen Verbesserungen kommt.

Ein Punkt sorgt allerdings für Kritik, nämlich die Streichung von zwei Verbindungen kurz nach 6 Uhr und 7.30 Uhr von Laaben nach St. Pölten: „Diese zwei Busse in der Früh sollen ersatzlos gestrichen werden. Viele Schüler aus dem Laabental besuchen in St. Pölten die HAK, die HTL oder die BAKIP und fahren mit dem Bus. Vor allem der erste Bus ist stark frequentiert. Der Wegfall ab April wird einige ziemlich treffen“, befürchtet der Altlengbacher SP-Vizebürgermeister Wolfgang Luftensteiner.

Auch die Innermanzinger SP-Vorsitzende Edeltraud Mühlbauer wundert sich über die Pläne: „Die Schüler müssen dann in Neulengbach vom Bus auf den Zug umsteigen und haben damit eine deutliche verlängerte Fahrzeit.“

15 Prozent an Mehrleistungen

Georg Huemer, Pressesprecher vom Verkehrsverbund Ostregion betont: „Wir haben das Gesamtpaket zur Regionalbus-Neugestaltung präsentiert und können auf beinahe ungeteilte Zustimmung zum künftigen Linienbussystem in der Region verweisen. Es ist uns gelungen, ungefähr 15 Prozent an Mehrleistungen anzubieten im Vergleich zum Status Quo, und das bei in etwa gleichbleibenden Budgets. Die angesprochene Direktverbindung nach St. Pölten wird in deutlich mehr Verbindungen für die Fahrgäste aus der Region umgeändert. Unterm Strich gibt es also ein deutliches Mehr an Verbindungen nach St. Pölten, nach Wien und innerhalb der Region selbst.“

Der Laabener SPÖ-Vorsitzende Georg Parrer ist hinsichtlich der Finanzierung misstrauisch. „Ich möchte nicht, dass diese Verbesserungen im Bus-Netz am Ende zu einer finanziellen Mehrbelastung der Gemeinden führen,“ hält er vorsorglich fest.