„Lama-Lady“ unterwegs. Erlebnis / Die Neulengbacherin Astrid Herler hält auf einer Weide in Maria Anzbach Lamas und Alpakas und bietet tierisch schöne Wanderungen mit ihren „Exoten“ an.

Von Eduard Riedl. Erstellt am 21. Januar 2014 (23:59)
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Diego, der Jüngste im Team, betrachtet neugierig den NÖN-Fotografen.
Von Eduard Riedl

MARIA ANZBACH / „Was ist denn das?“ Mancher Wanderer ist völlig überrascht, wenn ihm am Buchberg Lamas und Alpakas entgegenkommen. Die Zoologin und Reiki-Lehrerin Astrid Herler, tier- und naturliebenden Insidern bereits als „Lama Lady“ bekannt, bietet seit diesem Jänner Erlebniswanderungen und Erlebnisstunden mit ihren Lamas und Alpakas an.

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Während der aufmerksame „Sir Henry“ Berührungen nicht so gern hat, lässt sich der schneeweiße „Salvatore“, sobald er Vertrauen gefasst hat, gern am Kinn kraulen, und der gutmütige „Ferdinand“ blickt einem beim Wandern hin und wieder sogar neugierig über die Schulter. Und dann wären da natürlich noch der entspannte „Rico“ und der etwas vorsichtigere „Diego“, der es aber faustdick hinter den Ohren hat. Sie komplettieren diese einzigartige Herde aus drei Lamas und zwei Alpakas, die seit September 2013 am Buchberg im Biosphärenpark Wienerwald zu Hause ist.

Astrid Herler studierte Verhaltensforschung an der Universität Wien und arbeitete nebenbei im Tiergarten Schönbrunn in der Zooschule. Die Idee Tieren und Menschen einen Rahmen zu geben, wo sie sich gegenseitig respektvoll und freudvoll begegnen können, kam ihr bei ihrer Arbeit im Zoo.

Richtiger Umgang mit Tieren

„Vielen Kindern und Erwachsenen fehlt das Wissen und das Gefühl, wie man mit Tieren richtig umgeht. In Streichelzoos jagen sie den Tieren nach, um sie einzufangen, an sich zu drücken und zu streicheln, egal ob die Tiere das wollen oder nicht.“

Astrid Herler geht es darum, dass Menschen lernen sich auf Tiere einzulassen ohne dass sie oder das Tier zu Schaden kommen. Denn Tier- und Naturerfahrungen sind für Kinder und Erwachsene nicht nur eine freudvolle Begegnung, sondern essenziell für die gesunde Entwicklung und Lebensführung. Die Natur lässt sich nämlich, im Gegensatz zur virtuellen Welt des Internets oder der Spielkonsolen, mit allen Sinnen erfahren und regt geistige und körperliche Entwicklungsschritte an. Daher absolvierte Astrid Herler noch die Zusatzausbildung zur diplomierten Fachkraft für tiergestützte Aktivitäten und Fördermaßnahmen. Dabei entdeckte sie auch ihre Liebe zu Lamas und Alpakas für sich.

"Verlor mein Herz an diese wundervollen Tiere"

„Als ich das erste Mal einen ganzen Tag mit ihnen erlebte, verlor ich mein Herz an diese wundervollen Tiere mit den großen Augen. Sie sind sehr neugierig, halten aber auch eine gewisse Distanz ein. Sie sind gerade zu ideal für das, was ich vermitteln möchte!“, sagt die Tierfreundin.

Kinder wie Erwachsene gleichermaßen dürfen sich bei der Lama Lady als Tierforscher erfahren. Sie ergründen dabei nicht nur das Verhalten der Tiere und lernen den richtigen Umgang mit ihnen, sondern können sich dabei auch bewusster selbst wahrnehmen. „Die Tiere merken ganz genau, ob man mit der Aufmerksamkeit ganz bei ihnen ist oder mit den Gedanken schon wieder abschweift. Sie bringen einen immer wieder zurück in den Moment. Und in diesem haben Sorgen oder Stress keinen Platz. Sich in der Natur aufzuhalten und mit Tieren auszutauschen, macht nicht nur Freude, sondern ist sogar heilsam“, betont die Zoologin.

Am Fuße des Buchbergs, zwischen Oed und Johannesberg, Marktgemeinde Maria Anzbach, sind die Lamas auf der Weide zu bewundern.


Informationen gibt es auf der Webseite www.lama-lady.at oder telefonisch: 0676/ 5391012.