Ärger wegen Hundekot. Immer öfter bleiben Haufen der Vierbeiner in den Futterwiesen zurück. Bauern appellieren an die Tierhalter, mehr Rücksicht zu nehmen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 06. Juli 2017 (05:52)
NOEN, rh
Hundekot in den Futterwiesen sorgt für Unmut.

Eine Stinkwut hat ein Neulengbacher Landwirt, der namentlich nicht genannt werden möchte. Auf seinen Futterwiesen verrichten immer wieder Vierbeiner ihr Geschäft. „Ich habe die Wiesen verpachtet, aber der Pächter hat mir gesagt, dass er nicht mähen kann, weil schon so viel Hundedreck in der Wiese liegt. Jetzt kann ich das Gras nur mehr häckseln.“ Hundebesitzer würden immer weniger Rücksicht nehmen, ärgert sich der Bauer: „Wertvolle Futterfläche wird unnutzbar gemacht.“

Auch Gabriela Donner aus Altlengbach hat immer öfter Probleme, weil Hundebesitzer den Kot ihrer Vierbeiner nicht wegräumen. Es komme sogar vor, dass Sackerl mit Hundekot auf die Wiesen geschmissen wird. „Was mich so stört, ist die Respektlosigkeit gegenüber uns Landwirten. Man steht daneben auf der Wiese, aber den Leuten ist es egal. Dass Hunde irgendwo hinmachen müssen, ist klar. Ich bin selbst Hundebesitzerin. Aber man muss den Dreck halt auch mitnehmen.“ Das Problem werde immer größer, weil die Leute immer mehr Hunde hätten, so Donner. Sie wünscht sich ein friedliches Miteinander und gegenseitigen Respekt.

„Hunde müssen irgendwo hinmachen. Aber bitte nicht in unser Futter.“

Gabriela Donner, Landwirtin

Bezirksbauernbundobmann Anton Hieger bestätigt, dass die Probleme mehr werden: „Im Grünland, auf stark begangenen Routen, häuft sich der Hundekot. Wer sammelt schon gern Hundstrümmerl ein?“ Den Tierbesitzern sei oft nicht bewusst, dass der Kot für die Nutzer der Flächen Folgen haben kann: „Wenn die Wiesen gemäht werden wird der Kot in das Futter hineingearbeitet. Das ist nicht gut für die Tiere.“ Noch schlimmer als der Hundekot seien Blechdosen, die in den Wiesen landen: „Es sind Fälle bekannt, wo sich Kühe mit den Verschlüssen der Dosen den Schlund aufgeschnitten haben und verblutet sind.“