Sturm-Brücke in Neulengbach wird neu gebaut. Im April sollen die Arbeiten endlich starten, etwa ein halbes Jahr werden sie dauern.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 04. März 2021 (03:12)
Stadtrat Jürgen Rummel freut sich, dass die Sturm-Brücke heuer erneuert werden kann.
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Die Sturm-Brücke ist bei der Brückenprüfung durchgefallen und muss erneuert werden. Das Projekt steht in der Stadtgemeinde Neulengbach schon länger auf der „To-Do Liste.“ Jetzt – nachdem die Arbeiten bei der Bahnstation abgeschlossen sind – kann das Projekt umgesetzt werden.

Handlungsbedarf besteht auf jeden Fall. „Die Brücke ist auch bei Hochwasser immer ein Problem, weil der Durchlass sehr gering ist“, berichtet Infrastrukturstadtrat Jürgen Rummel gegenüber der NÖN.

„Die Brücke ist auch bei Hochwasser immer ein Problem, weil der Durchlass sehr gering ist“

Die Brücke wird heuer komplett abgerissen und neu gebaut. Baubeginn soll in wenigen Wochen sein, die Bauzeit wird etwa ein halbes Jahr betragen. Der Bescheid der Wasserrechtsbehörde ist laut Jürgen Rummel in Ausstellung. In der Gemeinderatssitzung Ende März sollen Auftragsvergaben beschlossen werden. Detailbesprechungen sind derzeit noch im Gang, mit den direkten Anrainern habe es schon Gespräche gegeben.

Durch den Brückenbau kommt es zu einer deutlichen Verbesserung für den Laabentalradweg: „Die bisherige Hürde kommt weg, der Radweg wird unter der Brücke durchgeführt, diese Maßnahme führt zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit. Gleichzeitig erhält die neue Brücke einen kombinierten Geh- und Radweg und verbreitert sich dadurch“, erläutert der Stadtrat.

Auch wenn schon alles auf Schiene ist für den Neubau der Brücke, so gibt es doch noch ein Problem: Die Stadtgemeinde wollte für Fußgänger eine Notbrücke Richtung Billa errichten, um den Bürgern längere Umwege zu ersparen. „Das war uns ein großes Anliegen und wir haben um den Bau einer Notbrücke angesucht. Wir hätten dafür viel Geld in die Hand genommen, aber die Wasserrechtsbehörde hat das leider nicht genehmigt“, bedauert Jürgen Rummel. Bis zu 15.000 Euro hätte die Stadt aufgewendet, um diese Maßnahme umzusetzen.

Notbrücke wurde nicht bewilligt

Aufgrund der Hochwasseranschlagsgrenzen wurde die Notbrücke aber nicht bewilligt. Jürgen Rummel: „Wir kämpfen um eine Lösung, aber so, wie es momentan ausschaut, gibt es keine Alternative. Das ist nicht zufriedenstellend.“