Ärger wegen Parkplatz im Alten Markt in Neulengbach. Dauerparker sind ein Problem für Geschäftsleute. Lokalbetreiber David Orsag hofft auf Verbesserungen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 27. Juni 2019 (03:00)
Dietl
Die Parkplätze im Alten Markt sind begrenzt. Dass Pendler hier ihre Autos oft den ganzen Tag abstellen, sorgt für Kritik.

Dass manche Pendler nicht in der Park-und Rideanlage parken, sondern ihre Autos am Parkplatz entlang der Straße im Alten Markt abstellen stößt David Orsag sauer auf. „Wenn kein Parkplatz frei ist habe ich weniger Mittagsgeschäft“, sagt der Betreiber des Restaurants Weingartl. Auch für die anderen Geschäfte im Alten Markt sei die Parkplatzsituation ein Problem, weil es nur diese Abstellflächen und eine kleine Kurzparkzone gibt.

„Wenn kein Parkplatz frei ist habe ich weniger Mittagsgeschäft“

Die Parkplatzanlage bei der Bahnstation ist hingegen nicht ausgelastet. „Die dritte Reihe ist relativ leer. Die Autos sind dort geschützt und stehen im Trockenen. Ich weiß nicht, warum die Pendler draußen stehen“, wundert sich Orsag.

Den ganzen Tag, manchmal auch eineinhalb Tage seien Autos im Alten Markt abgestellt: „Das ist doch unnötig, wenn hundert Meter weiter die Möglichkeit zum Parken ist.“

Orsag möchte das Thema in der Aktiven Wirtschaft ansprechen und eine Lösung mit der Gemeinde, der die Autoabstellfläche im Alten Markt gehört, finden. Man könne andenken, die Fläche zu asphaltieren und die Kurzparkzone auszuweiten. Auch über kostenpflichtiges Parken für Dauerparker könne man nachdenken, meint der Gastronom.

Warten auf Umbau der Bahnstation

Bürgermeister Franz Wohlmuth kennt die Problematik: „Leute, die aus Innermanzing oder Laaben kommen, bleiben dort stehen, weil sie sich zwei, drei Minuten bis zur Bahnstation ersparen.“ Änderungen in dem Bereich seien derzeit allerdings kein Thema, und zwar aufgrund der bevorstehenden Umgestaltung der ÖBB-Haltestelle: „2020 soll die Bahnstation barrierefrei werden, die Unterführung wird ein paar Monate gesperrt, und der Parkplatz muss freigehalten werden, damit der Bus umkehren kann.“

Wohlmuth kündigt Gespräche mit der lokalen Wirtschaft an: „Aber das ist ein Thema, das man nicht lösen kann, bevor nicht der Umbau der Bahnstation erfolgt ist.“