MTB-Zentrum schließt Pforten schließt Pforten. Claudia Führer hat sich entschlossen, die Einrichtung in Burgstall zuzusperren. Das Eichgrabener Lädchen bleibt.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 17. Oktober 2020 (03:30)
Claudia Führer mit ihrem Hund Fee vor dem Bauernhof.
privat

„Nach 18 Jahren schließe ich das Mensch-Tier-Balance-Zentrum in Burgstall/Maria Anzbach“, verkündete Claudia Führer via Facebook. Sie hätte nie geglaubt, dass sie das einmal schreiben wird. Mit der Schließung des MTB-Zentrums gehören auch die Vorträge, Seminare, Workshops, Veranstaltungen, Märkte und vieles mehr der Vergangenheit an.

2002 startete Claudia Führer mit „Pferde-Bewusst-Sein“ – schon bald darauf wurde die Idee zu „MTB – Mensch-Tier-Balance“. „Zuerst wanderten wir damit zu verschiedenen Lokalen in der Region, aber im Jahr 2006 fanden wir unseren Platz, ein eigenes MTB-Zentrum in Burgstall/Maria Anzbach und ein Zuhause für meine geliebten beiden Pferden Fury und Nike“, erinnert sich Claudia Führer, die unzählige Veranstaltungen Revue passieren lässt. „Es waren so unzählbar viele wunderschöne und liebevolle Begegnungen mit Zweibeinern und Vierbeinern. Als ich den Entschluss gefasst habe, das Zentrum zu schließen, musste ich weinen – vor Dankbarkeit und auch Trauer, ein Wechselbad der Gefühle“, so Claudia Führer. Ihr Dank gilt allen, „die mit uns gelernt, gefeiert, manchmal auch getrauert und uns alle zusammen berührt haben. Dieses Konzept und auch dieser Ort hat so vielen Menschen einen neuen Blickwinkel in ihrem Leben gegeben oder Start- oder Weiterbildungsmöglichkeit geboten. Ohne diese Menschen wäre es nie ein so energiereicher Ort der Begegnung und des Lernens und Wissens von alternativen Heilmethoden und Sichtweisen für Mensch und Tier geworden“, fasst die Vereinsobfrau zusammen.

„Es ist ein Wechselbad der Gefühle.“ Claudia Führer über ihren Entschluss, das Mensch-Tier-Balance-Zentrum nach 18 Jahren zu schließen.

Auch die zahlreichen Feste werden in Erinnerung bleiben. Aus diesen Festen entstand das „MTB-Lädchen“. Viele Besucher waren von den regionalen Anbietern und ihren Produkten so begeistert, dass sie nicht erst wieder ein Jahr bis zum nächsten Fest warten wollten. Im Jänner 2015 etablierte sich in einem Raum in Burgstall das „MTB-Lädchen“. Dazu kamen Produkte aus dem nächsten Umfeld für den täglichen Gebrauch, wie Eier, Brot, Milch, Erdäpfel und Gemüse. Das Lädchenangebot wurde umfangreicher. „2017 war dann in Eichgraben das Nahversorger-Thema sehr groß und wir adaptierten Räume im Kellergeschoß der Galerie beim Bahnhof, um auch hier, in meinem Wohnort, ein wenig die Nahversorgung abzudecken“, erzählt Claudia Führer.

Corona macht zwei Standorte schwierig

Corona hat es ihr nicht gerade leicht gemacht, die zwei Standorte gleichzeitig zu betreiben. Und da sich das Lädchen in Eichgraben sehr gut etabliert hat und sie mit voller Energie für ihre Kunden da sein will, hat sie sich entschlossen, den Hof in Burgstall aufzugeben. Bis Ende des Jahres wird sie das MTB-Zentrum räumen. Zum Glück stehen die nächsten Pächter des Hofes – die diesen privat nutzen werden - bereits in den Startlöchern.