Erster Humusstammtisch: Wie geht’s dem Boden?. Beschaffenheit der Felder wurde in Maria Anzbach untersucht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Juni 2020 (03:12)
Silvia und Leo Hobl (Weisching), Walter Resch (Asperhofen), Lukas Hieret, Markus Kuhrn (Neustift-Innermanzing), Anton Hieret und Franz Brunner von der ARGE Humusbauern beim Stammtisch.
Andreas Karl-Barth

Am ersten Humusstammtisch der Region auf dem Dreierhof der Familie Hieret nahmen etwa 20 Interessierte teil. Bei der Felderbegehung unter der Leitung von Franz Brunner von der ARGE Humusbauern stand die Spatenprobe im Mittelpunkt. Diese Methode ermöglicht eine schnelle Beurteilung des Bodenzustandes, der Krümelstruktur, des Bodengefüges oder auch des Wurzelwachstums.

„Immer mehr Bauern wollen ihre Böden beleben, langfristig fruchtbar erhalten, Humus aufbauen und Vorkehrungen für die zunehmend extremen Wetterereignisse treffen“, sagt Andreas Karl-Barth von der ARGE Humusbauern.

Positiv: Förderung der Artenvielfalt

Maßnahmen wie dauerhafte Bodenbegrünung, Förderung der Artenvielfalt, schonende Bodenbearbeitung und kluge Fruchtfolgen zeigen nachhaltig positive Wirkung, so Barth. Zudem kann durch Humusaufbau auch Kohlendioxid im Boden gespeichert werden und damit ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Nicht zuletzt ist ein gesunder Boden wichtigste Grundlage für qualitativ hochwertige Lebensmittel.

Im Februar 2020 wurde die Arbeitsgemeinschaft der Humusbauern als unabhängige, bäuerliche Bewegung gegründet. Im Fokus stehen Wissensvermittlung zu Humusaufbau und Bodenfruchtbarkeit sowie die Vernetzung von Forschung und Praxis. Dazu werden – ausgehend vom Waldviertel – nun auch in ganz Österreich regionale Humusstammtische organisiert.