Mit dem Zug zum Einbruch gefahren. Rumänen-Trio (34, 36 und 42) beging mehrere Coups, dabei machten die Täter Beute im Wert von rund 150.000 Euro.

Von Beate Riedl. Erstellt am 01. Dezember 2017 (05:20)
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Für einen Tatverdächtigen klickten jetzt die Handschellen.

NÖN-Leser erinnern sich: Die Polizei Neulengbach hat im Juni in Maria Anzbach einen europaweit gesuchten Rumänen (36) geschnappt, auf dessen Kappe mehrere Einbrüche gehen.

Nun sind die Ermittlungen abgeschlossen, bei einer Pressekonferenz präsentierte Landeskriminalamts-Leiter Omar Haijawi-Pirchner die Bilanz: Drei einschlägig vorbestrafte Rumänen (34, 36 und 42) stehen im Verdacht, mehrere Einbrüche begangen zu haben, sie sollen damit ihren Lebensunterhalt bestritten haben.

Die drei Verdächtigen stammen aus derselben Ortschaft und quartierten sich laut Gerhard Walli, Leiter des Ermittlungsbereiches Diebstahl, in Wiener Billighotels ein. Von dort aus fuhren sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Tatorten entlang der Westbahn und der Franz-Josefs-Bahn und drangen in Wohnhäuser in der Nähe von Bahnhöfen ein.

Bei Festnahme „höchst aggressiv“

Für den 36-Jährigen war aber in Maria Anzbach Endstation, dort klickten nach einem Einbruchsversuch die Handschellen. Der Verdächtige ging „höchst aggressiv vor“, berichtete Omar Haijawi-Pirchner.

Dem Rumänen, der bei der Anhaltung heftigen Widerstand leistete, konnten insgesamt neun Wohnhauseinbrüche von 18. Mai bis 23. Juni in Wien und Niederösterreich zugeordnet werden.

Sein Komplize (34) wurde im Juli nach einem Wohnhauseinbruch und einem Bargelddiebstahl aus Klassenzimmern einer Schule in Leonding (Bezirk Linz-Land) festgenommen. Auch ihm werden mehrere Einbrüche zur Last gelegt.

Der Gesamtwert der Beute, den das Trio zusammen gemacht hat, beträgt mehr als 150.000 Euro und die Sachschadenssumme beläuft sich auf etwa 40.000 Euro. Die beiden Rumänen sind in Haft, nach dem 42-Jährigen wird noch gefahndet.