Pensonistin soll von Betreuerin betrogen worden sein. Betagte Maria Anzbacherin soll von ihrer Betreuerin betrogen worden sein. Zunächst ging es um 800 Euro.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 07. Februar 2020 (03:38)
APA (Symbolbild)

„Nicht schuldig“ verantwortete sich am St. Pöltner Gericht eine junge Frau, die im Sozialdienst tätig war. Sie betreute eine betagte Maria Anzbacherin und soll diese betrogen haben: Mit der Bankomatkarte der alten Dame soll sie im Oktober zweimal 400 Euro abgehoben haben. „Die Frau hat mich gebeten, die 800 Euro abzuheben und hat mir die Karte gegeben“, schildert die Angeklagte. „Das habe ich sicher nicht“, sagt die Seniorin.

Die Pflegerin sagt aus, dass der Code auf einem Zettel gestanden sei, sie das Geld abgehoben und samt Karte der Dame ausgehändigt habe. Davon will diese aber nichts wissen. Sie vermutet, dass die Pflegerin ihr beim Geldbeheben zugeschaut und die Karte nach dem gemeinsamen Einkaufen an sich genommen hat. Die abgehobenen 800 Euro habe sie nicht bekommen, so die Frau vor dem Richter.

Ihr Sohn bringt zur Verhandlung sämtliche Kontoauszüge mit. Es wird vermutet, dass die Pflegerin auch im September zweimal 400 und einmal 200 Euro beim Bankomat abgehoben hat. „Das kann ich mir nicht erklären“, sagt die junge Frau.

Weitere Unterlagen werden beantragt. Die Verhandlung wird vertagt.