Erstellt am 31. Dezember 2016, 14:27

von Eduard Riedl

Problem mit Mühle. Gemeinde will Pachtvertrag mit dem Wirt beenden. Abendveranstaltungen sorgen immer wieder für Beschwerden.

 |  APA (ArchivSymbolbild/dpa)

Der Gemeinderat hat sich in der letzten Sitzung des heurigen Jahres dafür ausgesprochen, den Pachtvertrag mit dem Mühlenwirt Peter Hruska zu beenden.

„Es ist festzustellen, dass es durch den Betrieb der Mühle seit längerer Zeit immer wieder zu Beschwerden kommt. Im Vordergrund steht dabei die Geräuschbelästigung, welche durch die zahlreichen Abendveranstaltungen verursacht wird“, so die Gemeindepolitiker.

Bei einer Entscheidung über die weitere Vorgangsweise habe der Gemeinderat zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg der Schönbeckmühle einerseits und der Lebensqualität der Anrainer andererseits zu entscheiden. „Da in allen zuvor erfolgten Gesprächen keine Lösung gefunden werden konnte, die eine nachhaltige Verbesserung der Situation sicherstellt, musste der Gemeinderat schlussendlich im Sinne der umwohnenden Menschen entscheiden. Die Schönbeckmühle liegt im Siedlungsgebiet, dieser Umstand muss bei allem, was sich dort abspielt, immer berücksichtigt werden“, so Bürgermeisterin Karin Winter.

Lärmmessungen unter gesetzlichen Lärmpegel

Die Gemeinde strebe mit Betreiber Peter Hruska eine einvernehmliche und faire Lösung des Vertrages an. „Wir hoffen darauf, dass uns dies gemeinsam auch gelingen wird. Jedenfalls wird der Betrieb unter Berücksichtigung der geltenden Kündigungsfristen noch einige Zeit weiterlaufen“, hält die Bürgermeisterin fest.

Der Mühlenwirt kennt die Beschwerden von Anrainern wegen der Lärmbelästigung. Er hat Lärmmessungen durchführen lassen, bei denen der Lärmpegel unter der gesetzlichen Grenze lag.

Ein Vorschlag war, beim Stadel Lärmschutzmaßnahmen um etwa 10.000 Euro durchzuführen. Das wurde abgelehnt. „Zahlreiche Gäste sind mit dem Mühlenwirt gastronomisch zufrieden, sie verstehen die Auflösung des Pachtvertrages nicht“, so Pächter Peter Hruska gegenüber der NÖN.