Digitaler Beleg: Testphase in Eichgraben beginnt. Simon Hasenauer hat Alternative zum gedruckten Kassenzettel entwickelt.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 20. Juni 2020 (03:32)
Simon Hasenauer freut sich, dass die Testphase jetzt endlich beginnen kann.
privat

 „Jeder weiß, dass Kunststoffabfall schlecht ist, aber kaum jemand hat verstanden, dass in Belegpapier die gleichen Chemikalien wie in Einweg-Kunststoffen verwendet werden“, hält Simon Hasenauer fest. Jährlich werden 300 Milliarden Belege weltweit gedruckt, führt der Eichgrabener weiter aus. Die meisten Belege landen gleich im Müll. Nicht nur die Abfallmenge, sondern auch der Verbrauch von Bäumen, Öl und Wasser sind für die Umwelt katastrophal, gibt Hasenauer zu bedenken.

Mit seiner Firma „warrify“ hat er eine Lösung für einen digitalen Beleg entwickelt. Ein Großteil der Händler glaube, dass ein physischer Papierbeleg unbedingt benötigt wird, dem ist aber nicht so, betont Simon Hasenauer: „Der Beleg kann sowohl elektronisch als auch in Papierform zur Verfügung gestellt werden. Wird der Beleg elektronisch übermittelt, so muss der Kunde vorher zustimmen. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass der Kunde wie bisher an der Kassa gefragt wird, ob er denn einen Beleg haben möchte - nur eben ab sofort in digitaler Form.“

„Es ist endgültig an der Zeit, den Papierbelegen und der damit verbundenen Verschwendung von Ressourcen ein Ende zu setzen.“ Simon Hasenauer

Der Testlauf musste coronabedingt etwas verschoben werden und soll in Kürze in sieben EP: Electronic Partner-Filialen starten. In den kommenden Monaten soll er auf rund 100 Filialen ausgerollt werden. „Andere große Kunden konnten wir auch bereits gewinnen“, freut sich Hasenauer.

Beim digitalen Beleg wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass weder vom Händler noch vom Kunden eine zusätzliche Software benötigt wird und dass sämtliche Belegerteilungspflichten erfüllt werden.

Nun liege es nicht nur an den Händlern, sondern an uns allen, dass wir anfangen uns nach digitalen Alternativen umzusehen, appelliert Simon Hasenauer an die Konsumenten.