Musiker in Asperhofen fiebern Proben entgegen. Im Musikerheim ist es still. Kapellmeister Bojti hofft aber, spätestens im Frühjahr Probenbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 04. Dezember 2020 (03:45)
Der Proberaum des Musikvereins Neulengbach-Asperhofen auf der Hauptstraße ist seit Beginn des Lockdowns wieder leer. Die Musiker hoffen, nächstes Jahr wieder ihre Proben aufnehmen zu können.
privat

Trompeten, Hörner, Flöten oder Klarinetten ertönen für gewöhnlich jeden Montag aus dem Musikerheim auf der Hauptstraße. Doch seit dem Beginn des Lockdowns ist es im Probelokal des Musikvereins Neulengbach-Asperhofen wieder still geworden. „Die Probearbeit ist auf null gestellt“, hält Kapellmeister Mihály Bojti fest, der vor Kurzem ein Foto des leeren Musikerheims gemacht hat und an seinen Musiker schrieb: „Liebe Grüße vom Musikheim, ihr fehlt mir!“

„Wir hoffen, dass es mit der Impfung besser wird und wir im Frühjahr die Probearbeit wieder aufnehmen können.“ Kapellmeister Mihály Bojti

Den letzten Auftritt hatte der Verein am Nationalfeiertag. Aber nicht nur das gemeinsame Musizieren wird vermisst, auch das Miteinander während und nach den Proben machen den Musikverein aus. „Der persönliche Kontakt fehlt, es geht nicht nur um die Musik“, sagt Bojti. Bereits nach dem ersten Lockdown kamen aus Sicherheitsgründen nicht um die 40 Musiker zur Probe, sondern nur rund die Hälfte. „Es war schwer wieder alles auf die Beine zu stellen, aber es hat funktioniert“, erzählt der Kapellmeister. Online-Proben gibt es derzeit nicht. Die Mitglieder des Musikvereins bleiben aber virtuell in Verbindung.

„Wir halten Kontakt über die sozialen Medien und ermutigen uns, dass es bald vorbei ist“, sagt Bojti. Und man fiebert der Zeit entgegen, in der das Musizieren und das Spielen von Konzerten wieder erlaubt sind. Besonders die Vorfreude auf das Frühjahrskonzert, das wieder im Lengenbacher Saal in Neulengbach stattfinden soll, ist groß.

„Der persönliche Kontakt fehlt, es geht nicht nur um die Musik“

„Wir hoffen, dass es mit der Impfung besser wird und wir im Frühjahr die Probearbeit wieder aufnehmen können“, so der Kapellmeister, der seit 20 Jahren auch als Musikschul-Lehrer tätig ist. Seine Schüler aus den Musikschulen Maria Anzbach-Eichgraben und Böheimkirchen sowie aus Neulengbach und dem Laabental unterrichtet er derzeit online. Die Tonübertragung sei manchmal verzögert und auch das Korrigieren der Schüler sei schwerer, doch insgesamt könne der Unterricht auf virtuellem Wege stattfinden. „Es ist nicht angenehm, aber es funktioniert tadellos“, so Bojti