Lernen für den Nachzipf. Schüler bereiten sich auf Wiederholungsprüfungen vor, sie nützen die Sommerferien aber auch für Auffrischung des Stoffs. Besonders gefragt sind Mathematik und Englisch.

Von Beate Riedl. Erstellt am 13. August 2019 (04:00)
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Symbolbild

Kinder und Jugendliche wollen in den Ferien hauptsächlich eines: sich von der Schule erholen. Lange schlafen, ins Bad gehen und mit Freunden treffen steht auf dem Programm. Kaum jemand will dabei einen Gedanken an die Schule verschwenden. Doch jetzt ist es zumindest für all jene, die im Herbst eine Nachprüfung haben oder sich in dem einen oder anderen Fach etwas schwerer getan haben, Zeit, wieder einen Blick in die Schulbücher zu werfen und sich auf die Schule vorzubereiten.

Foto Koch
Maria Kreutzer leitet das Nachhilfeinstitut „Lernen mit Herz“.

Deshalb herrscht derzeit in den Nachhilfe-Instituten des Landes Hochbetrieb. „Bei uns ist jetzt Hauptsaison“, berichtet Maria Kreutzer vom Lerninstitut „Lernen mit Herz“, die die Einrichtung im April von Heidi Barcza nach ihrer Pensionierung übernommen hat. Vor allem Mathematik, aber auch Englisch oder Deutsch seien stark nachgefragt. „Pensionierte Lehrer, Lehramtsstudierende oder Junglehrer bieten bei uns aber jedes Fach an, im Einzelunterricht oder in Gruppen“, erklärt Kreutzer. Die Trainer und Schüler machen sich ihre Termine individuell aus, auch an den Wochenenden. Der Bedarf an Nachhilfe sei jedenfalls groß – von der Volksschule bis hin zu den höheren Schulen.

Hilfe auch bei den Hausaufgaben

Um Kindern und Jugendlichen bestmögliche Unterstützung zu bieten, will sie ab Herbst in ihrem Institut betreute Hausübungsstunden anbieten. „Die Trainer sind in den Stunden anwesend, wenn die Schüler Hilfe brauchen oder Fragen haben, sind sie für sie da“, erklärt die Ollersbacherin, die in diesem Bereich Probleme sieht. Denn Kinder und auch Eltern seien mit den Hausübungen zu Hause oft überfordert, dass diese ordentlich gemacht werden.

Zugleich kritisiert die AHS-Lehrerin, dass es in den Schulen zu große Klassen gebe und die Lehrer nicht individuell auf die Schüler eingehen können. „Es wäre sinnvoll, die Klassenschülerzahlen in den Schulen zu senken und mehr Förderunterricht anzubieten“, so die Institutsleiterin.

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