Laaben: Geburten haben sich verdoppelt

Hat sich die Pandemie auf die Familienplanung junger Bürger ausgewirkt? In einigen Gemeinden schon.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 05:22
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Die Unsicherheit rund um die Pandemie hat den Kinderwunsch zahlreicher junger Menschen nicht wirklich durcheinander gebracht. Der erste Lockdown Mitte März 2020 trug dazu bei, dass im Dezember 2020 österreichweit um rund fünf Prozent weniger Geburten zu verzeichnen waren.

Das Ende der Ausgangssperren führte dann in Österreich zu rund acht Prozent mehr Geburten im Februar des Vorjahres. Über’s Jahr gesehen gab es kaum Änderungen.

Wie wirkte sich Corona in der Region Wienerwald aus? Die NÖN hat nachgefragt.

„In unserer Stadtgemeinde kamen im Jahr 2020 49 Mädchen und 27 Buben zur Welt. Im Vorjahr waren es 34 Buben und 32 Mädchen, die als junge Neulengbacher und Neulengbacherinnen das Licht der Welt erblickt haben“, berichtet Stephanie Fellhofer aus der Neulengbacher Stadtgemeinde.

Im Vorjahr waren es mit 66 also um zehn Babys weniger, als im Jahr zuvor mit 76 Neugeborenen. 2019 gab es 59 Neulengbacher Babys, 2018 kamen 63 Mädels und Buben zur Welt und 2017 waren es 89.

Weniger Hausgeburten in Neulengbach

„Hausgeburten gingen genau um die Hälfte zurück“, berichtet Anna Großler vom Neulengbacher Standesamt. Waren es im Jahr 2020 16 Mütter, die sich entschlossen, ihr Kind daheim auf die Welt zu bringen, sind es im Vorjahr nur acht gewesen.

In der Altlengbacher Gemeinde bleiben die Hausgeburten mit fünf (2020) beziehungsweise sechs Geburten (2021) ziemlich gleich, die Zahl der Geburten insgesamt ist, im Vergleich zu den Jahren 2018 und 2019, um einiges gestiegen: Betrug der Durchschnitt damals 25 Geburten, kamen in Altlengbach im Jahr 2020 32 Babys zur Welt, im Vorjahr 33. „14 Buben und 18 Mädchen im Jahr 2020, 21 Buben und 12 Mädchen im Jahr zuvor“, weiß Dominik Kraus vom Standesamt Altlengbach.

Sehr groß ist der Unterschied bei den Geburtenzahlen in Brand-Laaben: „Im Jahr 2020 gab es 7 Geburten, im Jahr 2021 waren es 13, also fast doppelt so viele“, berichtet Amtsleiterin Hermine Pflügler aus der Laabental-Gemeinde.

Konstant geblieben sind die Zahlen in der Gemeinde Neustift-Innermanzing mit jeweils 13 Geburten. 2020 gab es einen deutlichen Bubenüberschuss, mit neun männlichen und nur vier weiblichen Babys, 2021 hatten dafür die Mädels die Nase vorn: Zehn Mädchen kamen zur Welt und nur drei Buben.