„13 Strich“: Highlight in der Galerie am Lieglweg . Bei neuer Ausstellung am Lieglweg werden Werke des Künstlerkollektivs präsentiert. Die Schau ist abwechslungsreich und spannend.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. Juli 2020 (03:10)
Uschi Fischer, Christoph Rodler, Christian Moisl, Anka Luger, René van de Vondervoort, Alice Proché, Melanie Riehle, Doroteya Petrowa.
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Ursula Fischer lud am Samstag in die Galerie am Lieglweg zur Eröffnung der Ausstellung „13 STRICH“, die mit zahlreichem Publikum - coronabedingt - im lauschigen Garten über die Bühne ging. Alice Proché, Melanie Riehle, Christoph Rodler, Doroteya Petrova, Christian Moisl, Anka Luger und René van de Vondervoort von „13 Strich“ gastieren mit ihren Arbeiten. Originell wie die Entstehung des Künstlerkollektivs „13 Strich“, das sich 1999 auf Initiative von Winfried Opgenoorth von den Federhasen formiert hat und insgesamt 13 Illustratoren und Illustratorinnen umfasst, ist auch ihre frische und oft tagesaktuelle Kunst.

Petrova, die eigentlich Literatin werden wollte, fasziniert etwa mit ihren ungemein poetischen Arbeiten, in denen sie die Aquarell- und Gouachetechnik mit Stickereien derart verblüffend verbindet, dass sich so die Grenzen der Techniken scheinbar aufheben. Alice Proché setzt auf eine minimalistische Bildsprache und beeindruckt mit Linoldrucken, während Christoph Rodler mit seinen märchenhaften Illustrationen wie dem „Lieben Augustin“ aus dem traditionellen Darstellungsfundus schöpft. Eindringlich wirken hingegen Melanie Riehles Bilder aus ihren Lockdown-Serien, sowie Christian Moisls digitale Fotocollagen „Shut-, Lock- Knockdown“, in denen er schroff elegante Wohnwelten mit Schlachthof-szenen kontrastiert. Moisls Covidtator-Zeichnungen spielen angstbefreit mit dem mittlerweile vertrauten Erscheinungsbild des Coronavirus. Anka Luger und René van de Vondervoort komplettieren mit ihren Aquarellen diese spannende Schau.

„Uschi Fischer ist einmal mehr zu danken für dieses Highlight“, meinte ein Gast.