61-mal "zugeschlagen": Dieb wurde Handwerk gelegt. Rumäne (31) schlug auch in Neulengbach schlug zu und stahl aus unversperrten Autos. Insgesamt konnten ihm 61 Diebstähle zur Last gelegt werden. Schaden: 12.000 Euro.

Von Beate Riedl. Erstellt am 18. November 2020 (03:08)
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Seiner kriminellen Ader ließ ein Rumäne (31) in Niederösterreich freien Lauf. Seit November 2019 kam es im Bereich Pöchlarn im Bezirk Melk immer wieder zu Diebstahlsserien: Aus unversperrt abgestellten Fahrzeugen wurden Wertgegenstände gestohlen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Täter um einen Rumänen (31) handelte, dem auch weitere Diebstähle aus Fahrzeugen in Tulln, Neulengbach, Deutsch-Wagram, Prinzersdorf, Loosdorf und Ybbs an der Donau zur Last gelegt werden konnten.

Knapp ein Jahr später klickten nun in Wien die Handschellen. Er wurde am Hauptbahnhof in Wien von Beamten der Polizeiinspektion Hauptbahnhof-Fremdenpolizei im Zuge einer Personenkontrolle festgenommen.

Bei seiner Einvernahme zeigte sich der Beschuldigte geständig, in der Zeit von November 2019 bis Juli 2020 die Diebstähle aus den unversperrten Fahrzeugen in Niederösterreich verübt zu haben, heißt es aus der Landespolizeidirektion. Die Polizeibediensteten konnten dem Beschuldigten insgesamt 141 Straftaten zuordnen.

Mit den entwendeten Bankomatkarten soll er auch bezahlt haben. Diebesgut war unter anderem Bargeld, Brillen, Schmuck sowie Dokumente. Gesamtschaden: mindestens 12.000 Euro.

Bei den Straftaten handelt es sich um 61 Diebstähle aus unversperrten Fahrzeugen, 46 Bankomatbehebungen, 23 Urkundenunterdrückungen, einen schwerer Betrug, eine Sachbeschädigung, ein Vergehen nach dem Waffengesetz und acht betrügerische Datenverarbeitungsmissbräuche. Der Beschuldigte wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten ins Gefängnis gebracht.