Ärger wegen Straßenarbeiten in Liechtensteinstraße. Anrainer planen Unterschriftenaktion, weil sie in Projekt nicht eingebunden wurden.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 19. Juni 2019 (16:29)
Dietl
Die Anrainer sind verunsichert, ob eine Zufahrt überhaupt möglich ist.

Beschwerden bei der Stadtgemeinde gibt es wegen Straßenarbeiten in der Liechtensteinstraße: „Die Straße wird derzeit umgebaut, leider ohne die Bevölkerung zeitgerecht zu informieren oder in die Planung mit einzubeziehen“, ärgert eine Neulengbacherin. Die Anrainer planen eine Unterschriftenaktion.

Das Stück zwischen dem ersten Haus und der Allee der Kohlreitstraße wurde aufgerissen, und es wurde eine Verkehrsinsel gebaut, was die ohnehin nicht einfache Verkehrssituation in der engen Sackgasse noch erschwere.

„Vonseiten der Stadt gab es dazu keinerlei Information“

Am Mittwoch vor Pfingsten wurde den Anrainern von der Baufirma in aller Kürze mitgeteilt, dass sie nach Pfingsten ihre Autos für zwei Monate nicht mehr in der Liechtensteinstraße abstellen können. „Vonseiten der Stadt gab es dazu keinerlei Information“, kritisiert Helmut Skorpil. Alternative Stellplätze wurden nicht angeboten. Unklar sei, ob die Anrainer in diesen zwei Monaten zumindest zufahren können, etwa um kranke Menschen aussteigen zu lassen oder schwere Gegenstände auszuladen. Die Anrainer fragen sich auch, wie Einsatzfahrzeuge zufahren können.

Für Verärgerung sorgt weiters, dass die Gemeinde die mit den Bürgern über dieses Projekt nicht geredet hat und deren Wünsche und Bedürfnisse in die Planung nicht einbezogen hat. Nicht einmal auf Nachfrage habe man Infos bekommen. So gibt es jetzt etwa Gerüchte, dass ein Gehsteig errichtet werden soll, wodurch die Straße in Zukunft noch enger wäre, als sie ohnehin schon ist.

Verärgerte Anrainer haben sich sowohl bei Bürgermeister Franz Wohlmuth als auch bei Infrastrukturstadtrat Jürgen Rummel beschwert. Beide VP-Politiker bedauern die Sache. „Die Gemeinde hat nicht gewusst, wann die Arbeiten beginnen, weil es Probleme mit der Baufirma gegeben hat. Das tut mir leid“, hält Jürgen Rummel fest. Er habe den Bauzeitenplan selbst erst am Donnerstag bekommen. Die Firma sei beauftragt gewesen, die Anrainer zu informieren.

Auch Franz Wohlmuth bekennt: „Das ist ein bisschen unglücklich gelaufen.“

Für Dienstag (nach Redaktionsschluss) ist ein Gespräch mit Planern, Vertretern der Baufirma und Anrainern geplant: „Da werden wir alle Ängste ausräumen“, ist Wohlmuth überzeugt. Dass ein Gehsteig errichtet wird, bestätigt der Bürgermeister, das hänge mit dem Bau der neuen Wohnhausanlage zusammen: „Bis zu den neuen Wohnungen kommt ein Gehsteig, das ist selbstredend.“