Alarm: Paar verwendete Granate als Türstopper. Mit einem ungewöhnlichen Fall war die Polizeiinspektion Neulengbach befasst: Eine Pensionistin kam auf die Dienststelle und meldete, dass in ihrem Haus eine funktionsfähige Granate als Türstopper verwendet wird, bestätigt ein Beamter auf Anfrage der NÖN.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 03. Juli 2019 (10:01)
Symbolbild

Wie die „Krone“ berichtet, hatte das betagte Paar die funktionsfähige Granate aus dem Zweiten Weltkrieg von einer Verwandten bekommen und schon seit längerer Zeit als Türstopper stehen. Nach Recherchen im Internet kam ihnen das Ding dann aber doch ungeheuer vor.

Nach der Meldung bei der Polizei wurde der Entminungsdienst gerufen. Das Gefahrengut wurde abtransportiert, es entstand kein Sachschaden.

„Das 15 bis 20 Zentimeter große Geschoß war noch scharf, wenn der Wind das umstößt, ist es nicht ohne“, weist ein Sprecher der Landespolizeidirektion auf die Gefahrensituation hin: „Von alleine gehen solche Granaten nicht los, aber wenn sie unsachgemäß behandelt werden, kann es gefährlich werden.“

Laut Info der Landespolizeidirektion tauchen Relikte aus der Kriegszeit relativ häufig in Niederösterreich auf: „Wir haben bis zu drei Meldungen pro Tag.“