Alois Heiss will in vielen Bereichen mitreden. Früherer VP-Vizebürgermeister wünscht sich mehr Kommunikation und will in vielen Bereichen mitmischen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 25. Februar 2020 (04:07)
Alois Heiss: „Ich kenne die Stärken und Schwächen von Neulengbach.“
Dietl

„Ich wünsche der ÖVP und den Grünen alles Gute. Ich hoffe, dass es eine gute Zukunft wird. Wir haben nichts davon, wenn die Koalition nicht lange hält“, sagt Alois Heiss von der Unabhängigen Liste Heiss. Die neue Konstellation setze voraus, dass man miteinander rede. „Das ist die ÖVP nicht gewohnt“, sagt Heiss, der viele Jahre Mitglied der Partei und zuletzt Vizebürgermeister war.

Alois Heiss: „Ich wünsche alles Gute“

Er wolle nicht schwarzmalen, betont Alois Heiss, aber die Vorgangsweise vor der konstituierenden Gemeinderatssitzung zeige nicht, dass man mit den anderen rede: „Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt, welches Ressort wir kriegen. Man hätte vorher darüber reden können. Aber man hat dokumentiert, wie es läuft.“

Der Liste Heiss steht ein Stadtratsmandat zu. Alois Heiss wird für Zivil- und Katastrophenschutz, Betriebsansiedelung und Dorf- und Stadterneuerung zuständig sein. Er werde sein Ressort ausfüllen, so gut er könne, sagt Alois Heiss, der jetzt, nachdem er sich mit seiner Liste von der ÖVP abgespalten hat, in einer ganz anderen Rolle ist. „Bis jetzt habe ich Dinge mittragen müssen, auch wenn sie mir nicht so gefallen haben. Jetzt muss ich nicht alles mittragen.“ Als langjähriger Mandatar kenne er die Stärken, aber auch die Schwächen in Neulengbach. Man könne in der Stadt über viele Themen nachdenken. In der Opposition könne man gezielt manche Punkte vorantreiben. „Und das werde ich machen. Ich werde in vielen Bereichen die Themenführerschaft übernehmen, das habe ich vor. Ich werde versuchen, neue Ideen einzubringen. Ich habe eine große Gruppe hinter mir.“