Erster Marathon mit 51: „Es war sehr emotional“. Der Neulengbacher Vizebürgermeister Alois Heiss hat hart trainiert, um die 42,195 Kilometer beim Wachau-Lauf zu schaffen. Fast hätte er aufgegeben.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 04. Oktober 2018 (05:13)
Viertbauer
Alois Heiss schaffte trotz Muskelkrampf die ganze Strecke bei seinem ersten Marathon.

Alois Heiss ist Vizebürgermeister von Neulengbach und Direktor des Gesundheitsresorts Salzerbad. Sein großes Hobby ist das Laufen. Im Alter von 51 Jahren hat er jetzt seinen ersten Marathon bewältigt: Beim Wachau-Marathon belegte er in der Klasse M-50 den 41. Rang. „Es war eine Herausforderung, 42 Kilometer rennt man nicht jeden Tag.“ Das Training sei hart gewesen.

„Ich habe immer gesagt, das wird mein einziger Marathon. Aber jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.“ Alois Heiss — wenige Tage nach dem Marathon

Alois Heiss ist seit vielen Jahren Hobbyläufer. Auf den Marathon hat er sich seit April vorbereitet. Richtig intensiv und fast täglich trainiert hat er dann im Sommer: „Ich bin immer früh aufgestanden, damit ich das zeitlich unterbringe. Um 6 oder 7 Uhr in der Früh war ich laufen, dann bin ich in die Arbeit gefahren. Im August bin ich fast 400 Kilometer gelaufen, da muss man 40 Stunden runterzwicken. Diese Zeit hätte ich jetzt im Herbst nicht mehr, weil die politische Arbeit wieder voll angelaufen ist. Im Sommer war es doch ruhiger, da geht das.“

„Es war eine Herausforderung, 42 Kilometer rennt man nicht jeden Tag“

Einen besonderen Trainingsplan hat sich Heiss nicht auferlegt: „Ich habe gewusst, dass ich einmal über 40 Kilometer schaffen muss, darauf habe ich mich vorbereitet.“ Der Lauf selbst sei ein besonders emotionales Erlebnis gewesen. In unter vier Stunden wollte der VP-Politiker die 42.195 Meter durch die Wachau abspulen, das ist sich nicht ganz ausgegangen: „Bei 26 Kilometern habe ich einen Krampf bekommen und war schon kurz vorm Aufgeben. Aber dann habe ich mir gedacht, das kann es nicht sein.“ Heiss hielt durch, erreichte das Ziel in 4,19 Stunden, und ist glücklich: „Wenn man das Ziel vor sich sieht, ist das schon ein Wahnsinn. Das war ein ganz besonders emotionales Erlebnis für mich.“