Im Vorjahr: 1.175 Mal Notarzt alarmiert. Notfälle waren leicht rückläufig.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Februar 2019 (05:01)
RKNÖ / Neulengbach
Bezirksstellenleiter Johannes Hiller, Bezirksstellenkommandantin Katrin Wiesinger und Bezirksstelleleiter-Stellvertreter Daniel Rauchecker mit dem motivierten Team der Bezirksstelle Neulengbach.

63.660 Stunden haben die zahlreichen Helfer der Rotkreuz-Bezirksstelle Neulengbach 2018 für die Bevölkerung geleistet. „Das sind 2.653 Tage, 379 Wochen oder über sieben Jahre“, veranschaulicht Bezirksstellenleiterstellvertreter Daniel Rauchecker diese Zahl.

1.175 Mal wurde der Notarzt alarmiert, das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2017 (1.244). Stark angestiegen ist hingegen die Zahl der zeitkritischen Rettungseinsätze: 1.768 waren es im Vorjahr, 1.598 im Jahr 2017 (+ 11,8 Prozent). Mit den elf Fahrzeugen wurden rund 428.300 Kilometer zurückgelegt. „Umgerechnet hätten unsere Sanitäter und Sanitäterinnen fast elf Mal die Erde umrundet“, stellt Bezirksstellenleiter Johannes Hiller stolz fest. Für die vielen Fahrten wurde ein neues Großraum-Rettungsfahrzeug um rund 120.000 Euro angekauft.

Auch bei Ambulanzdiensten etwa bei Reitturnieren oder Übungen in Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Feuerwehr war das Rote Kreuz im vergangenen Jahr sehr aktiv.

Zum Rettungsdienst und zur Katastrophenhilfe kommen noch Gesundheits- und soziale Dienste.

Neu gibt es seit dem Vorjahr die Sozialbegleitung. Dabei übernehmen Freiwillige die Begleitung von Personen in schwierigen sozialen Situationen mit dem Ziel, die Selbsthilfefähigkeit zu stärken und die persönliche Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern. Dies erfolgt durch Informationsgespräche, Begleitungen zu Behörden oder Beratungsstellen, Hilfestellungen nach traumatischen Ereignissen oder finanziellen Zuwendungen. „Die neue Dienstleistung wird super angenommen. 2018 haben unsere zwei Sozialbegleiterinnen bereits 33 Kontakte mit Klienten aufgenommen“ freut sich Hiller.

 Tafel: Fast 60.000 Kilo Lebensmittel verteilt

 Die vom Roten Kreuz organisierte Team Österreich Tafel, die Menschen in Not mit überschüssigen Lebensmitteln aus Supermärkten versorgt, konnte am Standort Neulengbach über 59.400 Kilogramm Lebensmittel verteilen, was 495 Biomülltonnen an „geretteten“ Lebensmitteln entspricht. „Auch Dienstleistungen wie der wöchentliche Seniorentreff, bei dem rund 20 Klienten betreut werden, oder die Krisenintervention mit 57 Einsätzen und 202 Einsatzstunden sowie der Stammtisch für pflegende Angehörige und das Blutspenden wurden dieses Jahr zu 100 Prozent ehrenamtlich organisiert,“ führt Hiller aus.

Der Rotkreuz-Chef, seines Zeichens auch Direktor des BORG, ist außerdem besonders stolz auf die Rotkreuz-Jugend: 18 Kinder und Jugendliche, betreut durch zwei Gruppenleiterinnen, haben über 20 Gruppenstunden besucht. Mit dem Nachwuchs an ehrenamtlichen Helfern sind die Rotkreuz-Leute zufrieden: Vier Sanitäter sind derzeit in Ausbildung.

Große Vorhaben gibt es aber auch in diesem Jahr: Die Planung für den Bezirksstellen-Neubau soll abgeschlossen werden. Bereits in vollem Gange sind außerdem die Vorbereitungen für den Landesjugendbewerb am 10. Mai.