Jagdhund zerbeißt 13 Hendl. Ein entlaufener Jagdterrier tötet auf einem Bauernhof Hühner. Der Landwirt kann ihn nicht verscheuchen und erschlägt ihn. Der Hundebesitzer hat Anzeige erstattet.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 20. Februar 2018 (05:46)
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Ein junger Jagdterrier entkam einem Jäger und zerbiss mindestens 13 Hendln auf einem Bauerhof.
NOEN, shutterstock/snowboy

Ein Jäger aus St. Christophen war am Samstagnachmittag mit seinem Sohn und einem Freund aus Laaben mit Hunden in der Region Neulengbach unterwegs. „Drei Hunde sind bei der Jagd davongelaufen“, schildert der St. Christophener. Einer davon, ein deutscher Jagdterrier, lief zu einem Bauernhof. Dort tötete er mindestens 13 Hühner. Einige weitere Hendl dürften davongelaufen und ebenfalls verendet sein.

„Der Hund ist durch das kleine Loch in den Stall gekommen und hat dort gewütet"

Der Bauer, der gerade mit einer Fettpresse im Stall arbeitete, bemerkte den Aufruhr bei den Hühnern und wollte den Terrier verscheuchen, doch das gelang ihm nicht. „Der Hund ist durch das kleine Loch in den Stall gekommen und hat dort gewütet. Er war nicht zu bändigen. Er hat auch kein Halsband gehabt, wo ich ihn vielleicht zurückziehen hätte können“, berichtet der Landwirt. Der Hund sei auf ihn hergefahren, da habe er ihm sein Werkzeug drübergezogen: „Was hätte ich tun sollen? Beißen muss ich mich auch nicht lassen.“ Dass der Hund gestorben ist, tut dem Bauern leid.

„Das wäre eine Versicherungssache gewesen“

Der Hundehalter hat kein Verständnis für die Reaktion des Landwirten: „Das wäre eine Versicherungssache gewesen.“ Er erstattete Anzeige bei der Polizei Neulengbach und will, dass sein toter, knapp einjähriger Hund untersucht wird: „Ich möchte wissen, wie oft zugeschlagen wurde.“

Die Polizei hat den Fall zur Sachverhaltsfeststellung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Diese wird klären, ob es sich um Tierquälerei handelt.