Kabarettistisches Menü für Feinspitze.

Von Monika Dietl. Erstellt am 17. September 2017 (17:06)

„Hat Himalaja-Salz, obwohl es 2000 Jahre alt ist, ein Ablaufdatum? Lässt sich eine eitrige Kehlkopfentzündung mit einem Tafelspitz von einem Antibiotikarind erfolgreich behandeln? Sind Hollywood-, Glyxoder Atkinsdiäten genauso effektiv fürs Abnehmen wie regelmäßige Busfahrten zur Rushhour im Hochsommer?” Wer weiß das schon...

In „Iss was G'Scheitz" muss sich Verena Scheitz unerwartet mit ganz anderen Fragen herumschlagen: „Was koche ich für Gäste, wenn ein Drittel Diät macht, ein Drittel vegan und allergisch ist und ein Drittel zwar alles essen würde, was kredenzt wird, dafür aber unmöglich auf meinen Plastiksesseln sitzen kann, weil sie unökologisch sind. Warum kann man im Supermarkt nicht einfach nur mein Geld nehmen und endlich akzeptieren, dass ich nicht wegen der Pickerl da bin?“

Essgewohnheiten der Österreicher aufs Korn genommen

Verena Scheitz und Thomas Schreiweis boten in NeulengbachKabarett vom Feinsten: Das Publikum bog sich vor Lachen und der Wortwitz, gekonnt gepaart mit einer tollen schauspielerischen Leistung, sorgte für beste Unterhaltung bei den Gästen. Zu Melodien von Udo Jürgens und YMCA wurden nicht nur die Allergene und Diäten aufs Korn genommen, sondern auch die Essgewohnheiten der Österreicher.

Dass es Leute gibt, die einkaufen um Lebensmittel zu besorgen, und nicht Pickerl fürs Album brauchen, war ein Thema, dem Karl Keindl zum Schluss der Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung machte: er überreichte einen solchen Aufkleber, was bei der Kabarettistin tatsächlich einen gewaltigen Aufschrei auslöste….