Krätzmilbe im Flüchtlingsheim. Die Krätzmilbe ist in der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Kaserne in Neulengbach aufgetreten.

Von Renate Hinterndorfer und Birgit Kindler. Erstellt am 22. März 2017 (11:33)
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Symbolbild

Vier Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft hatten Juckreiz. „Als Vorsichtsmaßnahme wurden alle im Haus Neulengbach wohnhaften Kinder von der Schule bzw. vom Kindergarten entschuldigt. Gleichzeitig erging die Information, dass es sich nur um zwei betroffene Familien handelt. Alle anderen Kinder blieben trotzdem präventiv zu Hause“, berichtet Roberta Rastl, Pressesprecherin der Diakonie, die das Asylheim betreibt.

Eine Vertreterin der Bezirkshauptamnnschaft St. Pölten besuchte gemeinsam mit zwei Neulengbacher Ärzten das Heim und inspizierte die Wohnungen.

Die Familien wurden über die erforderlichen Hygienemaßnahmen mit einem Dolmetscher informiert.

„Wir haben alles getan, was wir tun können" Volkschuldirektorin Ulrike Szemelliker

Wie Volkschuldirektorin Ulrike Szemelliker gegenüber der NÖN erklärt, gibt es in der Schule derzeit kein Kind, das die Milbe hat.

„Wir haben alles getan, was wir tun können. Die Eltern wurden informiert und besonders gründliche Reinigungsmaßnahmen durchgeführt.“

Die Krätze wird bei engem körperlichen Kontakt mit infizierten Personen übertragen. Das Risiko der Ansteckung ist dort am größten, wo Menschen sehr eng zusammenleben. Kindergärten und Schulen, aber auch Spitäler oder Pflegeheime sowie Hotels mit schlechtem Hygienestandard gelten als ideale Orte für die Verbreitung der Milben.