Kurzkrimis mit kriminellen Katzen. Die Neulengbacherin Theresa Prammer verfasste Geschichte für neues Sammelwerk von Rotraut Schöberl.

Von Beate Riedl. Erstellt am 22. Oktober 2020 (04:01)
Für das Buch „Mord auf leisen Pfoten“ hat die Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Theresa Prammer den Kurzkrimi „Sieben Leben“ beigesteuert.
privat

Entzückend sind die kleinen Fellnasen, wenn sie sich zu ihren Besitzern kuscheln, voller Eifer Wollknäueln hinterherjagen oder gemütlich in ihrem „Nestchen“ schlummern. Ganz so entzückend dürften die Katzen in Rotraut Schöberls neuem Buch allerdings nicht sein. In „Mord auf leisen Pfoten“ helfen Katzen beim Morden oder bei der Lösung kniffeliger Verbrechen. In ihrer Anthologie sammelte sie Lieblingsgeschichten von E. A. Poe bis Dorothy Sayers, von Agatha Christie bis Justin Scott. Und auch katzenaffine Autoren haben weitere kriminell gute Katzengeschichten beigesteuert, darunter auch die Leiterin der Neulengbacher Komödienspiele Theresa Prammer.

Prammer und Schöberl lernten sich bei der Preisverleihung des Leo-Perutz-Preises kennen, den Prammer für ihren Krimi „Wiener Totenlieder“ bekommen hat. „Frau Schöberl hat mich gefragt, ob ich eine Geschichte schreiben möchte, was mich riesig gefreut hat“, erinnert sich die Autorin und Schauspielerin. „Sieben Leben“ nennt sich ihr Beitrag. „Es ist eine Geschichte über eine Katze, die etwas dagegen hat, dass ihr Besitzer ihr nicht die volle Aufmerksamkeit schenkt. Und deshalb greift sie zu drastischen Mitteln“, will Prammer nicht zu viel über ihren Beitrag verraten.

„Sieben Leben“ war ihre erste Kurzgeschichte mit einer Katze als Protagonistin. Selbst hat Prammer keine Fellnase zu Hause, aber: „Wir haben eine streunende Katze bei unserem Wochenendhaus. Sie ist sehr zutraulich, aber auch klaustrophobisch und hält es keine Minute drinnen aus. Was ganz gut passt, denn ich habe eine Katzenhaar-Allergie.“

Eine Buchpräsentation ist für 5. November bei Thalia in der Mariahilfer Straße in Wien geplant.