Müll: GVU plant neue Sammelzentren. Die Entsorgung soll in den nächsten Jahren auf neue Beine gestellt werden. Zutritt wird fast rund um die Uhr möglich sein.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 30. Mai 2017 (01:32)
Auf rund 5.000 Quadratmeter sollen die neuen gemeindeübergreifenden Werkstoffsammelzentren entstehen.
Architekt Ruhm

27 Altstoffsammelzentren (ASZ) gibt es derzeit im Verbandsgebiet des GVU St. Pölten (Gemeindeverband für Umweltschutz und Abgabeneinhebung), sechs davon werden bereits gemeindeübergreifend genutzt. Für die Zukunft sind moderne, gemeindeübergreifende Wertstoffsammelzentren (WSZ) geplant. Neun davon sollen in den nächsten zehn Jahren anstatt der bisherigen lokalen ASZ vom Gemeindeverband St. Pölten errichtet, finanziert und betrieben werden.

„Das ist eine richtungsweisende Entscheidung für mehr Bürger-Service. Im Endausbau wird der Zutritt für jeden Bürger der 37 Verbandsgemeinden in allen WSZ fast rund um die Uhr möglich sein“, erklärt GVU-Geschäftsführer Johann Freiler. Möglich macht das ein elektronisches Zutrittssystem mit Bürger-Card oder E-Card. Nur zu fix geregelten Zeiten möglich ist die Abgabe von Problemstoffen und kostenpflichtigem Abfall. Die WSZ werden auch einen Sammelservice für Bauschutt, Kartonagen und Kunststoffabfällen bieten. „Damit lassen sich die Abfälle besser trennen und wiederverwerten“, erklärt Freiler.

Das biete nicht nur Vorteile für die Natur, sondern auch Service und Kostenvorteile für die Bürger und Gemeinden. Die Sammelzentren sollen videoüberwacht werden.

Der Druck auf die einzelnen Gemeinden, um die ASZ immer auf dem Stand der Technik zu halten, falle mit den neuen WSZ weg. „Immer neue Aspekte des Arbeitnehmerschutzes und Naturschutzes zwingen die Gemeinden nun kurz- und mittelfristig zum Handeln“, so Freiler.

„Im Endausbau wird der Zutritt für jeden Bürger der 37 Verbandsgemeinden in allen WSZ fast rund um die Uhr möglich sein.“Johann Freiler, GVU-Geschäftsführer

Das erste WSZ wird in Wilhelmsburg entstehen. Der Baustart ist 2017/18 geplant. Weitere regionale Wertstoff-Sammelzentren sollen in den Regionen Traisental, Pielachtal, Fladnitztal, Perschlingtal, Laabental und Große Tulln entstehen.