Rotes Kreuz ist auf die Kälte vorbereitet. Der Winter hat Österreich fest im Griff, Dauerfrost ist angesagt.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 26. Februar 2018 (08:58)
Rotes Kreuz
Katrin Wiesinger

„Bereits ab einer Temperatur von minus fünf Grad besteht die Gefahr von Erfrierungen“, erklärt Katrin Wiesinger, Bezirksstellenkommandantin und Notfallsanitäterin beim Roten Kreuz Neulengbach: „Wer trotz der Kälte hinaus muss, sollte sich gut schützen".  Besonders gefährlich ist extreme Kälte für ältere und kranke Menschen.

Grundsätzlich gilt es, Überanstrengung zu vermeiden, um Herz und Kreislauf nicht unnötig zu belasten. Wer länger im Freien ist sollte Fettcreme auf unbedeckte Körperstellen auftragen und keine engen Schuhe tragen. Bei der Kleidung nach dem Zwiebelprinzip mehrere Schichten anziehen und wenn nötig zu Thermo-Unterwäsche greifen. Wichtig sei es, Kopf, Füße und Hände warmzuhalten, denn: „Über die Extremitäten geht am meisten Körperwärme verloren."

"Unsere Fahrzeuge sind allesamt mit Schneeketten ausgerüstet"

 Erste Anzeichen für Erfrierungen sind ein prickelnder Schmerz in Fingern und Zehen, Gefühllosigkeit und Verfärbungen. Die beste Maßnahme wäre, ins Warme zu gehen, sich in Decken einzuwickeln, einen windstillen Ort aufzusuchen. „Ebenfalls hilfreich ist das Trinken, von warmen, gezuckerten und alkoholfreien Getränken wie zum Beispiel Tee", führt Wiesinger aus. 

Das Rote Kreuz in Neulengbach ist jedenfalls auf die Kältewelle vorbereitet: „Unsere Fahrzeuge sind allesamt mit Schneeketten ausgerüstet, um bei Schneefall auch alle Einsatzorte rund um Neulengbach erreichen zu können. Die Fahrzeuge sind in unserer Garage angesteckt, damit die Batterie geladen wird. Das Ausfahren ist also zu jeder Witterung möglich", sagt Wiesinger. "Außerdem ist in jedem Fahrzeug eine Standheizung. Diese verhindert das Auskühlen des Fahrzeuges am Einsatzort, damit bereits unterkühlte Personen rasch ins Warme gebracht werden können."

Sollte jemand in Gefahr sein, wählen Sie den Notruf 144.