Spritztour mit Papas Auto: Bursche fuhr Polizei davon. Wieder fuhr ein Bursche (15) fuhr in der Nacht mit dem Wagen ohne Kennzeichen los, dabei raste er auch der Polizei davon. Wenige Tage später konnte er ausgeforscht werden.

Von Beate Riedl. Erstellt am 07. August 2018 (04:49)
APA (dpa)

Die Jugendlichen in der Region haben eine Vorliebe zu PS-starken Autos. Nachdem vor knapp einem Monat ein 15-Jähriger unerlaubt einen Mercedes in Betrieb nahm, hat jetzt wieder ein 15-Jähriger eine Spritztour unternommen. Was spätnachts in dem Kopf des Burschen (15) aus dem Raum Neulengbach vorging, als er den Schlüssel vom PS-starken Auto der Eltern nahm und sich hinters Steuer setzte, lässt sich wohl nicht nachvollziehen.

Polizisten entdeckten das Auto ohne Kennzeichen in Neulengbach auf der B 19 in Richtung St. Christophen und wollten den Lenker anhalten, was jedoch nicht gelang. Der Bursche fuhr so schnell er konnte davon. „Aus Panik wegen der befürchteten Konsequenzen“, wie ein Beamter berichtet. Mit weit überhöhter Geschwindigkeit raste der Jugendliche durch Unterdambach, Kirchstetten, Totzenbach und weiter in Richtung Murstetten, wo ihn die Streife aus den Augen verlor.

Bursch fuhr gegen Tür von Polizeiauto

Schließlich versuchte eine ebenso alarmierte Streife der Polizei Prinzersdorf den flüchtenden Lenker bei Murstetten anzuhalten – wieder ohne Erfolg. Der Bursche fuhr mit der Fahrzeugfront gegen die Beifahrertür des Streifenwagens. Noch rechtzeitig konnte sich der Polizist durch einen Sprung ins Auto retten. Der Lenker raste weiter in Richtung Würmla und Asperhofen, wo sich schließlich seine Spur verlor.

Doch der Raser konnte ausgeforscht werden: Der 15-Jährige hatte ohne das Wissen von Mama und Papa die Spritztour gemacht. „Seine Eltern haben sich zur Wiedergutmachtung des Schadens am Streifenwagen bereit erklärt und werden einen versperrbaren Schlüsselkasten besorgen, um den Filius von weiteren derartigen Handlungen abzuhalten“, berichtet die Polizei. Der Anzeigenflut wegen Verdachtes des Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Fahrens ohne Führerschein, Missachtung von Anhaltezeichen und zahlreichen Geschwindigkeitsübertretungen wird er wohl nicht ausweichen können.