Firma um 275.000 Euro betrogen. Um Spielleidenschaft zu finanzieren, stellte Neulengbacher (41) Gutschriften aus und nahm sich das Geld dafür bar aus der Kasse.

Von Beate Riedl. Erstellt am 23. Mai 2018 (04:44)
Symbolbild
NOEN, Clemens Fabry

Über sieben Jahre lang blieb die Betrugsmasche eines Neulengbachers unentdeckt, doch nun war Schluss damit – nach 1.047 Angriffen, bei denen er 274.870,63 Euro erbeutete.

Der 41-Jährige zeigte sich geständig, seinen ehemaligen Arbeitgeber in St. Pölten bestohlen zu haben. Während seiner Tätigkeit im Schauraum des Unternehmens stellte er fingierte Gutschriften aus, „ohne dass es tatsächlich Warenbewegungen in Form von Retourwaren gab“, berichtet die Polizei über die Vorgehensweise des Neulengbachers. Er suchte im Firmenbuchungssystem nach beliebigen Waren, schrieb diese retour und nahm sich nach der Ausstellung von Gutschriften diese Beträge in bar aus der Kassa. Die Unregelmäßigkeiten wurden durch die interne Revision festgestellt.

Die Erhebungen wegen Veruntreuung und gewerbsmäßigen Diebstahls wurden über Auftrag der Staatsanwaltschaft St. Pölten vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Betrug, geführt. Laut Polizei leistete der Mann bereits Schadenswiedergutmachung.

Als Motiv für seine Taten gab er Geldprobleme aufgrund seiner Spielleidenschaft in Wettbüros an. Anzeige!