Verfolgungsjagd mit Polizei. 15-Jähriger wurde beim Autofahren erwischt. Teenager durchbrach Sperre.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 25. Februar 2019 (09:10)
NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Eine wüste Verfolgungsjagd lieferte sich ein 15-Jähriger aus dem Wienerwald im Juli 2018 mit der Polizei, dabei rammte er auch den Dienstwagen der Exekutivbeamten. Nun sitzt der Jugendliche wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung vorm Strafrichter.

In Neulengbach war der Bursche nach Mitternacht mit dem Auto seiner Mutter ohne Kennzeichen und zu schnell unterwegs, als Polizisten auf ihn aufmerksam wurden. „Da bin ich in Panik geraten, bin aufs Gas gestiegen und hab’ die Polizisten abgehängt“, erzählt der Teenager im Prozess am Landesgericht St. Pölten.

Quer durch den Bezirk verfolgten die Exekutivbeamten den Teenie dann. „Ich bin ihm mit 140 km/h auf der Freilandstraße nach und hab’ ihn verloren“, so ein Beamter. In Murstetten entdeckten die Polizisten den 15-Jähriger wieder, errichteten eine Straßensperre.

Am Weiterfahren hinderte ihn das allerdings nicht. „Die Polizisten haben sich mit dem Auto schräg vor mich gestellt. Ich bin über den Straßengraben vorbei, dabei habe ich die Tür des Dienstwagens gerammt.“ Warnschüsse gab daraufhin ein Beamter ab, der Bursche raste wieder davon. Am nächsten Tag standen Ordnungshüter vor seiner Tür.

„Das war keine besondere Heldentat“, sagt der Verteidiger des Angeklagten und bittet um ein mildes Urteil für den Teenager. Der Richter spricht den Jugendlichen schuldig, Strafe setzt es aber keine. „Der Ausspruch der Strafe wird unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren vorbehalten“, erklärt der Richter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.