Vize Alois Heiss will Ortschef werden. Alois Heiss strebt Bürgermeister-Amt an und führt Gespräche mit allen Parteien.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 11. Februar 2020 (04:04)
Alois Heiss jubelte gemeinsam mit Gattin Andrea am Wahlsonntag über sechs Mandate. Jetzt führt er Gespräche mit allen Parteien wegen einer Zusammenarbeit.
Monika Dietl

Nicht nur die Volkspartei führt nach der Gemeinderatswahl Gespräche mit den anderen Parteien. Auch Vizebürgermeister Alois Heiss, der die VP verlassen und eine eigene Liste gegründet hat, redet mit den anderen Fraktionen.

„Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich Bürgermeister werden möchte. Ich stelle mir eine andere Politik vor. Ich werde probieren, mit allen anderen etwas aufzustellen, das liegt auf der Hand“, erklärt Heiss auf Anfrage der NÖN. Er wisse nicht, was Bürgermeister Franz Wohlmuth vor hat, das Wahlergebnis sei für alle überraschend gewesen. Wie berichtet hat die Neulengbacher VP mit 15 Mandaten die absolute Mehrheit verloren, die neue Liste Heiss hat auf Anhieb sechs Mandate erreicht.

„Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich Bürgermeister werden möchte.“Alois Heiss

Alois Heiss hält fest, dass er mit allen Parteien eine Gesprächsbasis habe und mit allen schon Kontakt aufgenommen habe. „Alle Parteien müssen sich finden. Sie müssen sich klar werden, was sie tun wollen. Man muss sich überlegen, wie die nächste Regierung ausschauen könnte.“ Es müsse auf jeden Fall eine andere Art der Zusammenarbeit kommen. Jetzt gehe es darum, welches Vertrauen man aufbauen könne.

Alois Heiss will ein Programm für Neulengbach für die nächsten fünf Jahre. „Es geht um die Themen.“ Es reiche nicht, etwa den Ausbau der Kinderbetreuung oder die Sanierung des alten Rathauses in ein Wahlprogramm zu schreiben, ohne das entsprechende Budget dafür zu planen. „Man muss sich überlegen, wie die nächsten fünf Jahre ausschauen, was man umsetzen möchte und ob sich das budgetär ausgeht“, betont Heiss. Er ist überzeugt, dass die Parteien bei den Themen nicht so weit auseinander liegen.