525 Unterschriften für Erhalt des Ollersbacher Schrankens

Erstellt am 07. Dezember 2022 | 05:48
Lesezeit: 3 Min
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525 Unterschriften wurden für den Erhalt der Eisenbahnkreuzung gesammelt. Bei einer Besprechung von Vertretern der ÖBB, der Gemeinde und Bürgern im Rathaus wurde die Liste übergeben.
Foto: privat
Ollersbacher wollen Auflassung der Eisenbahnkreuzung verhindern. Gespräch mit ÖBB-Vertretern fand statt.
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Für Aufruhr sorgt die geplante Auflassung einer Eisenbahnkreuzung: 525 Unterschriften wurden für den Erhalt des Bahnschrankens in Oberndorf gesammelt.

Die ÖBB wollen wie berichtet den Schranken abbauen. Landwirte müssten Umwege durch Ollersbach fahren, um auf ihre Felder zu kommen. Das würde nicht nur Mehrkosten für die Bauern, sondern auch eine zusätzliche Umweltbelastung nach sich ziehen, so die Kritik aus Ollersbach. Auch für Radfahrer, Spaziergänger, Jogger und Reiter sie die Schließung des Übergangs ein großer Nachteil.

„Sämtliche von den ÖBB geplanten Änderungen, die Umwege betreffen, sind in der Praxis nicht durchführbar.“

Bei einer Besprechung mit zwei ÖBB-Vertretern am Donnerstag im Neulengbacher Rathaus wurden die Einwände gegen die geplanten Maßnahmen vorgebracht.

Die Stadtgemeinde steht hinter den Bürgern, betont Bürgermeister Jürgen Rummel: „Wir waren die Treiber, dass die Sitzung mit den ÖBB zustande kommt. Es geht darum, dass Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Es wird geprüft, ob eine Umleitung durch Ollersbach funktionieren kann.“

Man müsse alle Möglichkeiten einer Unter- oder Überführung prüfen. „Der Erhalt des Übergangs wäre uns natürlich am liebsten“, so Jürgen Rummel. Doch das würde rund 900.000 Euro kosten. Die Hälfte des Betrags müsste die Stadtgemeinde Neulengbach übernehmen.

In Ollersbach ist der Ärger über die geplante Auflassung des Bahnübergangs jedenfalls groß: „Sämtliche von den ÖBB geplanten Änderungen, die Umwege betreffen, sind in der Praxis nicht durchführbar“, so die Kritik. Die Straßen seien zu schmal, es gäbe keine Wendemöglichkeit mit großen Landmaschinen.

Seitens der ÖBB wird erklärt, dass es das Ziel ist bestehende Eisenbahnkreuzungen durch Zusammenlegungen oder Auflassungen zu reduzieren und somit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. „Entlang der inneren Weststrecke sind derzeit noch acht Eisenbahnkreuzungen in Betrieb. Mittel- bis langfristig sollen alle aufgelassen und durch Unter- oder Überführungen bzw. Begleitwege ersetzt werden“, sagt Pressesprecherin Julia Krutzler gegenüber der NÖN.

Auch für Ollersbach gibt es diese grundsätzlichen Überlegungen, die Eisenbahnkreuzung mit der Lustkandlstraße aufzulassen. Die Eisenbahnkreuzung mit der Bahnstraße soll durch eine Unterführung ersetzt werden. Die ÖBB führen ins Treffen, dass dadurch für die Verkehrsteilnehmer Wartezeiten am geschlossenen Schranken entfallen und der Weg sicher und zeitlich kalkulierbar werde.

Einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen in Ollersbach gibt es noch nicht. Zu Gesprächen sie man selbstverständlich immer bereit, wird von ÖBB-Seite betont.

Gerüchte zu Bahnstation werden dementiert

Gerüchte, dass in Ollersbach auch die Bahnstation geschlossen werden soll, werden seitens der ÖBB übrigens dementiert: „Eine Auflassung der Haltestelle Ollersbach stand nie zur Diskussion“, sagt Pressesprecher Christopher Seif.

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