Wohnbauprojekt geht noch heuer weiter. Neustift-Innermanzing: Bohrpfähle werden Baustelle im Kohlhof absichern. SPÖ kritisiert fehlende Infos seitens der Gemeinde.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 18. Juli 2021 (03:10)
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20 Wohneinheiten werden im Kohlhof errichtet.
Eisner, Eisner

Auf der Baustelle im Kohlhof werden die Bagger wieder anrollen und eine neue Baugrube ausheben. Denn die Bodenuntersuchungen von der Wohn- und Siedlungsgesellschaft „Schönere Zukunft“ sind abgeschlossen.

„Diese haben gezeigt, dass im kompletten Hang unterschiedlichste Bodenverhältnisse herrschen und somit eine umfangreiche Planung der Pfähle zu erfolgen hat“, erklärt SZ-Geschäftsführer Raimund Haidl und ergänzt: „Als Baugrubensicherung werden aufgelöste Bohrpfähle ausgeführt. Für die Lastableitung unterhalb der Fundamentplatte einzelne Bohrpfähle“. Bis Mitte August soll die Pfahlausteilung erarbeitet werden. Alle Pfähle werden einen Durchmesser von 63 Zentimeter aufweisen und zehn bis 15 Meter in die Tiefe gehen. „Die Erdarbeiten werden aus heutiger Sicht circa drei Monate in Anspruch nehmen, sodass mit einer Fundamenterrichtung mit Frühjahr 2022 begonnen werden kann“, berichtet Haidl.

Ein Starkregen hat im Oktober 2020 die Baustelle stillgelegt. Ein Teil der Böschung rutschte in die Baugrube ab. „Schönere Zukunft“ zog darauf hin einen Bodengutachter hinzu (NÖN berichtete).

SPÖ-Gemeinderat Stefan Eisner kritisiert, dass die Gemeinde in den vergangenen Monaten keine Information über die Baustelle an die Bürger weitergegeben hat. Er selbst musste in einer Gemeinderatssitzung eine Anfrage stellen, um Infos zu bekommen. „Transparenz und Information der Bürgermeisterin und des Vizebürgermeisters wären wünschenswert“, so Eisner. Für ihn stellt sich die Frage, wer die Kosten der Bauverzögerungen spüren wird und er hofft, dass es nicht die Mieter sein werden. „Die Informationen müssen jetzt fließen“, fordert der SPÖ-Gemeinderat.

Informationen nach genauerem Zeitplan

ÖVP-Bürgemeisterin Irmgard Schibich teilte auf NÖN-Anfrage mit, dass sie in der öffentlichen Gemeinderatssitzung im Juni Eisners Anfrage beantwortet habe. Jeder Bürger könne sich bei der Wohnbaugesellschaft oder der Gemeinde nach dem Stand der Baustelle erkundigen. Die Gemeinde sei allerdings nicht Bauherrin, so Schibich und fügt hinzu: „Es ist mit der ,Schöneren Zukunft‘ ausgemacht, dass sobald es etwas Näheres zum Zeitplan gibt, Informationen herausgegeben werden.“