Zeit für die Holzernte in der Region Wienerwald. Während der Arbeiten im Bioshpärenpark Wienerwald werden forstliche Sperrgebiete errichtet. Derzeit ist auch das Mountainbiken nicht erlaubt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. November 2020 (04:00)
Sperrgebiete werden mit Tafeln gekennzeichnet und müssen zur eigenen Sicherheit unbedingt beachtet werden.
ÖBF/Strutzenberger

Der Wienerwald, seit 2005 von der UNESCO als Biosphärenpark anerkannt, ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Mitteleuropas. Rund zwei Drittel aller Baumarten im Wienerwald entfallen auf Laubholz – Rotbuchen und Eichenarten stellen dabei den größten Anteil an den mehr als 30 Laubbaumarten dar. An Nadelhölzern kommen vor allem Fichte, Lärche, Weiß- oder Schwarzkiefer vor.

In den nächsten Monaten ist im Biosphärenpark Wienerwald – von Klosterneuburg über Purkersdorf bis zum Lindkogel, von Wien bis zum Schöpfl – wieder die Holzernte angesagt. Das Leitprinzip dabei ist die Nachhaltigkeit: „Entnommen wird nur so viel, wie wieder nachwächst“, heißt es von den Österreichischen Bundesforsten.

Bäume im Wienerwald haben ihre Erntereife mit rund 120 bis 140 Jahren erreicht. Die Holzernte dient dabei auch der langfristigen Pflege der Wälder. „Ein nachhaltig bewirtschafteter Wald ist der beste Klimaschützer. Einerseits liefert er den nachwachsenden Rohstoff Holz, andererseits speichern intakte Waldböden und Bäume zig Tonnen an Kohlenstoff aus der Atmosphäre – übrigens auch noch, wenn das Holz als Baustoff verwendet oder zu Möbeln verarbeitet wurde“, berichtet Andrea Kaltenegger von den Österreichischen Bundesforsten.

Forstliches Sperrgebiet - Betreten verboten

Die Forstarbeit zählt – gemessen am Unfallrisiko –zu den gefährlichsten Arbeiten in Österreich. Die Sicherheit der Forstfacharbeiter hat daher für alle Waldeigentümer höchste Priorität. Und natürlich sollen sich auch alle Waldbesucher während ihres Aufenhaltes in der Natur sicher fühlen.

Gerade in Zeiten von Corona suchen viele Menschen im stadtnahen Wienerwald Erholung. „Beachten Sie aber bitte dabei, dass der Wald auch ein Arbeitsplatz ist und Forstarbeiten lebensgefährlich sind“, so Kaltenegger.

Deshalb werden für Holzernteeinsätze laut Forstgesetz befristete forstliche Sperrgebiete errichtet, die deutlich mit gelben Sperrgebietstafeln gekennzeichnet sind. Diese Sperrgebiete müssen zur eigenen Sicherheit unbedingt beachtet werden und dürfen nicht betreten werden.

Doch nicht nur Spaziergänger, auch Radfahrer sind gerne in der Natur unterwegs. Aber: „Außer auf dafür freigegebenen Strecken ist Radfahren im Wald laut Forstgesetz verboten“, heißt es von den Bundesforsten. Und: Das Befahren ausgewiesener Moutainbikestrecken im Biosphärenpark Wienerwald ist vom 1. November bis Ende Februar von Seiten der Grundeigentümer und der Wienerwald Tourismus GmbH nicht erlaubt, denn „Wildtiere wie auch die Pflanzen beginnen ihre Winterruhe“, erklärt dazu Andrea Kaltenegger.