Schnellbus im Laabental fährt wieder. Ab April gibt es in der Früh eine direkte Verbindung nach St. Pölten.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 08. Januar 2020 (06:01)
Die Bürgermeister Hermann Katzensteiner, Irmgard Schibich und Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch freuen sich über die Busverbindung.
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Ärger gab es vor drei Jahren, als die Schnellbus-Verbindung von Laaben nach St. Pölten eingestellt wurde. Zwei Busse in der Früh wurden ersatzlos gestrichen. Nachdem etliche Schüler aus dem Laabental höhere Schulen in St. Pölten besuchen gab es Kritik an der Einsparung, weil sich dadurch die Fahrzeit für die Jugendlichen verlängerte.

Jetzt vermeldet Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch stolz: „Wir kriegen wieder einen Schnellbus nach St. Pölten, das war ein großes regionales Anliegen, das ich beharrlich unterstützt habe. Ab 15. April gibt es ein Pilotprojekt.“

„Bis man in Neulengbach bei der Bahn ist, dauert es schon lang, das ist ein bisserl unlustig.“Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch

Wie Michalitsch berichtet, wird der aus Mauerbach kommende Wieselbus M in Altlengbach von der Autobahn abfahren und beim Kreisverkehr im Bereich der Tankstelle einen Stopp einlegen. „Um 7.02 Uhr ist man in St. Pölten, die Leute erreichen also ihre Arbeitsplätze und die Schüler kommen rechtzeitig in die Schulen“, freut sich Michalitsch.

Ein Zubringer der Buslinie 456 aus Laaben und Innermanzing wird auf diesen Wieselbus abgestimmt. Mit dem neuen Verkehrsdienstevertrag und der Ausweitung des Bahnangebots konnten Landesrat Ludwig Schleritzko und VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll diese Lösung präsentieren.

Grundsätzlich sei es vernünftig, dass man keinen Parallelverkehr von Bus und Bahn wolle, hält Michalitsch fest, aber im Laabental sei die Sache problematisch: „Bis man in Neulengbach bei der Bahn ist, dauert es schon lang, das ist ein bisserl unlustig.“

Die Laabentaler Bürgermeister Michael Göschelbauer, Irmgard Schibich und Hermann Katzensteiner freuen sich, dass es gelungen ist, wieder eine Busverbindung in der Früh nach St. Pölten zu bekommen. Göschelbauer: „Das Land hat das übernommen, das ist positiv.“