Asperhofener Mariengrotte wird sehr gern besucht. Durch private Initiative ist Gedenkstätte entstanden. Kirchliche Einweihungsfeier fand vergangenes Wochenende statt.

Von Monika Dietl. Erstellt am 22. August 2021 (06:03)
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Vizebürgermeister Harald Lechner, Franz Langstadlinger, Altpfarrer Anton Högl, Franz und Leopoldine Harold, Franz Enk, Felix Reiterits, Pfarrer Franz Dangl und Bürgermeisterin Katharina Wolk bei der Einweihungsfeier.
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Es war bei einem Spaziergang vor einem Jahr: Da fiel Leopoldine und Franz Harold der aufgelassene Steinbruch entlang der B19 in Weinzierl auf. Sie hatten die Idee, dass man dort eine Mariengrotte errichten könnte.

Der Besitzer des Steinbruchs ist Franz Langstadlinger aus Siegersdorf, seines Zeichens Obmann des DEV Siegersdorf. Er konnte sich mit der Idee der Errichtung einer Marien-Gedenkstätte rasch anfreunden. Schon im September fand eine gemeinsame Begehung vor Ort statt. Nach kurzer Planungszeit rollten schon die Bagger auf, um die Fläche einzuebnen. Dabei stieß Franz Harold auf zwei große Findlinge. Diese wurden gleich für die Unterkonstruktion des Altars verwendet.

„Immer wieder sind Leute da, die sich niedersetzen, Rast machen und Einkehr halten.“Franz Langstadlinger freut sich

Gemeinsam mit dem Dorferneuerungsverein Siegersdorf wurden die groben Gestaltungsarbeiten durchgeführt. Die Firma Stöger spendete 800 Bodendecker-Pflanzen. Franz Enk übernahm mit seinem Mitarbeiter Pawel Strozyk die Gestaltung der Mariengrotte, des Altars und des Andachtsplatzes. Franz Rauscher aus Michelhausen hat zum Schutz der Marienstatue kostenlos ein Schmiedeeisen-Gitter gefertigt. Die etwa eineinhalb Meter große Lourdes-Madonna aus Kunstharz-Guss wurde von Familie Harold gekauft. Franz Harold hat für den Andachtsplatz drei Kirchenbänke aus Lärchenholz gezimmert. Weiters wurden Stiegen rechts vom Andachtsplatz nach oben verlegt.

Franz Langstadlinger, der den Grund zur Verfügung gestellt hat, macht es besondere Freude, dass der Platz häufig besucht wird. „Immer wieder sind Leute da, die sich niedersetzen, Rast machen und Einkehr halten. Auch die Beschilderung vom Jakobsweg hierher trägt sicher dazu bei.“ Pfarrer Franz Dangl kündigte an, dass jährlich eine Maiandacht sowie ein Gottesdienst am letzten Sonntag vor dem 15. August an diesem schönen Platz gefeiert werden soll.

Bürgermeisterin Käthe Wolk dankte allen, die viele Arbeitsstunden in das Projekt investiert haben: „Es ist ein schöner Platz zum Innehalten und Kraft-Tanken geworden.“

Altpfarrer Anton Högl, der als Pfarrer in Asperhofen gewirkt hat und heuer sein 60. Priesterjubiläum feierte, sagte: „Ich bin ganz in der Nähe aufgewachsen und habe daher eine enge Beziehung zu dem Platz. Nicht weit weg war ein Gelände, wo Versuchsschüsse aus Kanonen eingeschlagen sind und auch eine Vertiefung im Boden entstanden ist. Hier ist ein wunderschöner Platz, sich niederzusetzen und zu beten und auch die Menschen einzuschließen, die damals in diese schwierige Zeit gestellt worden sind und im Krieg ihr Leben verloren haben. Und auch um an Engelbert Salzmann zu denken, der dieses Jahr sein 50. Priesterjubiläum begeht.“