Innermanzinger ist auf Beamte verbal losgegangen. Im Kirchenwirt hat ein 46-Jähriger betrunken zu stänkern begonnen. Es folgte ein Polizeieinsatz. Auf die Polizisten ist er zugestürmt und schrie: „Euch merk‘ ich mir und bring‘ euch um.“ Vorgeworfen wird ihm Nötigung, versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt und gefährliche Drohung.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 06. Februar 2020 (02:40)
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Bevor Richter Andreas Beneder sein Urteil fällt, klärte ein Gutachten, ob der Angeklagte zurechnungsfähig war. Über zwei Promille Alkohol im Blut wurden gemessen. Außerdem hatte der Innermanzinger Medikamente eingenommen. Laut Gutachten war der Angeklagte während der Tat zurechnungsfähig. „Es liegt keine psychische Krankheit vor, der Angeklagte ist auch kein schwerer Alkoholiker“, heißt es. Die Tabletten hätten aufgrund der geringen Menge außerdem keine besondere Rolle beim Vorfall gespielt.

„Mein Mandant ist sich bewusst, dass das, was er gemacht hat, ein Blödsinn war.“ Florian Steinwendtner, Verteidiger

Der vorbestrafte Angeklagte gibt an, sich nicht an den Vorfall erinnern zu können. Was aber, laut Gutachter, nicht heißt, dass er nicht zurechnungsfähig war. Verteidiger Florian Steinwendtner weist darauf hin, dass es nicht wirklich zu einer Körperverletzung gekommen ist. „Mein Mandant ist sich bewusst, dass das, was er gemacht hat, ein Blödsinn war“, meint der Anwalt.

Richter Beneder verhängt eine Haftstrafe von 21 Monaten, die Vorhaft von November wird angerechnet. Außerdem muss er die Kosten des Verfahrens tragen. „Ihre Strafregisterauskunft ist nicht gerade erfreulich. Sie saßen zwei Mal im Gefängnis, haben jedes Mal die Chance auf eine bedingte Entlassung bekommen und wurden leider wieder straffällig.“