Erstellt am 28. Dezember 2016, 05:01

von Christine Hell

Anschlag in Berlin: „Kann überall passieren“. Marianne Kolodziej lebt seit 35 Jahren in Berlin. Auch sie ist geschockt.

Anschlag mit Lastwagen auf Berliner Weihnachtsmarkt  |  APA (dpa)

„Ich habe heuer diverse Weihnachtsmärkte in meiner Heimatstadt Berlin besucht, auf diesem Markt, wo der Lkw Fürchterliches anrichtete, war ich heuer nicht, aber ich kenne auch diesen Markt sehr gut“, berichtet Marianne Kolodziej. Sie ist im Jahr 1981 der Liebe wegen von ihrem Elternhaus in Unterdambach bei St. Christophen nach Berlin gezogen.

An jenem Abend saß Marianne Kolodziej vor dem Fernseher. „Es war schrecklich, eineinhalb Stunden hat es gedauert, bis sich alle einigermaßen beruhigt hatten“, erzählt die jetzige Berlinerin, die in einer Arztpraxis beschäftigt ist.

Jede Menge Anrufe gab es an diesem Abend: „Viele Freunde und Bekannte haben bei mir angerufen und wollten wissen, wie es mir geht“, berichtet sie. Auch Mama Luzia Süss war nach dem schlimmen Anschlag schwer in Sorge und setzte sich sogleich mit der Tochter in Verbindung.

Marianne Kolodziej will aber weiterhin, wie gewohnt, große Veranstaltungen und Konzerte besuchen, auch Reisen unternehmen und Laufen gehen. „Wieso sollen wir uns von solchen Leuten alles kaputt machen lassen?“, fragt sie sich. So etwas wie in Berlin könne heutzutage überall passieren, in großen Schigebieten genauso wie auf Flughäfen: „Davor ist man ja nirgends gefeit.“

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