Positive Bilanz: „Das beste Frequency aller Zeiten“. 200.000 Besucher feierten. Festival-Boss strahlt: „Neuerungen haben sich bewährt, vor Bühnen war’s immer bummvoll.“

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 20. August 2019 (03:57)
privat
Corinna Stoiser und Thomas Dietz aus Eichgraben waren beim Frequency in St. Pölten.

Die Erwartungen an das Frequency waren nach den in Rekordzeit ausverkauften Festivalpässen heuer besonders hoch. Und sie wurden nicht enttäuscht: „Für mich war es das beste Frequency ever“, schwärmt Organisator Harry Jenner – ausgerechnet nach der Auflage zwischen dem 10-Jahre-in-St. Pölten- und 20-Jahre-Frequency-Jubiläum.

Obwohl die Landeshauptstadt in diesem Jahr nur drei Tage lang der Nabel der Festival-Welt war, wurde die 200.000-Besucher-Marke wieder geknackt. „Mit den Early Campern geht sich das locker aus“, freut sich der Frequency-Boss und betont, dass auch vor den Bühnen immer alles „bummvoll“ war.

Bernhard Brenner
Eine sonnige Bilanz mit vielen Höhepunkten auf den riesigen Bühnen zogen die Veranstalter heuer nach dem Frequency Festival.

Geduld beweisen mussten diejenigen, die erst in den Stunden vor den Konzerten anreisten, darüber ärgerten sich auch Corinna Stoiser und Thomas Dietz aus Eichgraben. In Massen machten sie sich erst am Donnerstagnachmittag auf den „Way to Madness“ und in Richtung Billie Eilish. Bei der Bandausgabe hieß es dann mehrere Stunden warten. „Das war das einzige Problem an diesem Wochenende, wenn es überhaupt eines ist“, meint Jenner. Im nächsten Jahr will er deshalb noch mehr Personal an den Eingängen abstellen. „Aber ich appelliere auch wieder an die Besucher. Es ist wichtig, nicht punktgenau zu den Acts, sondern rechtzeitig anzureisen“, rät der Festival-Boss.

Wenn man das türkise Bändchen dann aber erst mal auf dem Handgelenk hatte, waren die Wartezeit laut Jenner heuer sogar kürzer als sonst. An den Hauptzugängen zum Festivalgelände gab es erstmals Drehkreuze, durch die man mit dem Chip-Band kam. „Das hat super funktioniert und den Einlass enorm beschleunigt“, ist er zufrieden. Ob es passend dazu im nächsten Jahr auch elektronische Tickets geben wird, hält sich der Frequency-Boss weiter offen. „Die wird es irgendwann sicher geben, weil das die Zeit ist. Wann, weiß ich aber noch nicht.“

Bernhard Brenner

Sicher ist er sich, dass die Anrainer heuer wesentlich entlastet wurden. „Wir haben unser Versprechen gehalten.“ Die zusätzlich angemieteten Parkflächen hätten ihren Zweck erfüllt. „Die waren auch notwendig. Die Parkplätze waren zu 90 Prozent ausgelastet“, schildert Jenner. Ausgezahlt hätten sich auch das vergrößerte Camping-Gelände und die verbreiterten Wege. „Die Siedlungen waren heuer nicht zugeparkt und es wurde auch nicht außerhalb des Geländes gecampt.“

Neue Hardstyle-Burg war das Highlight

Gebebt hat die neue Hardstyle-Psy-Trance-Burg. „Das Galactic Fortress war massiv geil und heuer sicher das Highlight“, ist Jenner selbst überrascht. Gut angekommen seien auch die neuen Videowalls, die auf der Space Stage das „intergalaktische Erlebnis“ erweiterten.

Steiner
Das neue Galactic Fortress war mit Hardstyle, Psy, Trance und Techno-Ýoga ein weithin sichtbarer Publikumsmagnet am Frequency.

„Ich werde heuer so viele beeindruckende Bilder und Emotionen in Erinnerung behalten wie noch nie“, fasst Jenner seine Eindrücke zusammen. An noch mehr unvergesslichen Momenten für das nächste Jahr arbeitet er bereits. „Wir haben jetzt 19 Jahre vorgelegt. Zum 20. Frequency muss es krachen, das ist klar. Wir werden uns etwas einfallen lassen, um noch eins draufzusetzen.“

Die ersten Acts für 2020 wurden bei der „Closing Show“ umrahmt von Feuerwerk präsentiert: Bilderbuch und Annenmaykantereit bringen deutschen Rock in die Traisenstadt, dank Raf Camora und Yung Hurn haben auch Rap-Fans schon etwas, auf das sie sich schon freuen können.

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