Erstellt am 21. Juni 2018, 05:06

von Renate Hinterndorfer

Ab in den Urlaub: Bulgarien liegt im Trend. Türkei und Tunesien sind weniger gefragt, Städtereisen sind nach wie vor hoch im Kurs.

Die bulgarische Küste erfreut sich bei Urlaubern zunehmender Beliebtheit.  |  NOEN, shutterstock/rustamank

Griechenland, Spanien und Italien sind auch heuer wieder beliebte Urlaubsdestinationen. „Diese Länder sind zwar nicht so günstig, werden aber gern gebucht“, weiß Evelyn Korrak, Chefin des Neulengbacher Reisebüros. Selbstfahrer steuern nach wie vor gern Kroation oder Italien an.

Zögerlich gebucht würden Reisen in die Türkei

„Viele Leute sagen, dort ist die Rechtsstaatlichkeit nicht gegeben, deswegen wollen sie dort nicht hin.“ Dass Tunesien nicht öfter gebucht wird, wundert Korrak: „Das könnte mehr sein. Ich weiß nicht, warum die Leute sich dort nicht hintrauen.“

Bulgarien als Alternative zur Türkei

Steigender Beliebtheit erfreue sich Bulgarien, und das zu Recht: „Das ist eine gute Alternative zur Türkei und zu Tunesien. Ich bin mit Kollegen schon die ganze Küste abgefahren und war überrascht. Es gibt schöne Hotels, das Meer ist schön, das Essen ist gut, der Wein ist gut.“ Bulgarien sei für Familien mit Kindern genauso geeignet wie für Senioren und junge Leute. Auch Kulturinteressierte würden auf ihre Rechnung kommen, weiß Korrak.

Bei den Fernreisen sind Mietwagenrundreisen in den USA gefragt: „Das ist auch mit Kindern interessant.“ Auch Thailand und Bali würden im Sommer gern gebucht, weil es dort trocken und schön ist.

Wie schaut‘s mit Kreuzfahrten aus? „Die sind auch im Sommer eine tolle Sache. Für Kinder gibt es starke Ermäßigungen“, weiß die Neulengbacher Reise-Expertin. Auch Städtereisen werden im Sommer gern gebucht.

Auffällig ist, dass wieder mehr Urlaube im Reisebüro gebucht werden: „Wir hatten am Mittwoch eine Reisebürositzung, und dort haben mir das auch die Kollegen bestätigt“, hält Evelyn Korrak fest: „Die Leute kommen zurück von den Internetbuchungen in die Reisebüros.“ Einer der Gründe seien die Pleiten von Airlines: „Viele Leute sind gestrandet und hatten dann niemanden, der ihnen geholfen hat. Auch wenn ein Flugzeug überbucht ist oder ein Zimmer nicht passt hat man einen Ansprechpartner, wenn man im Reisebüro bucht“, so Korrak.