Besonderer Schutz bei Blutspende. 166 Spender konnten in Neulengbach begrüßt werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. März 2020 (08:19)
Die Blutspendeaktionen beim Roten Kreuz in Neulengbach haben Tradition. Diesmal fanden sie unter besonderen Vorkehrungen statt.
ÖRK

„Blut rettet Leben“ – das gilt auch in besonderen Situationen. Nach wie vor sind viele Menschen auf Blutspenden angewiesen. Daher fand am Sonntag die Blutspendeaktion des Roten Kreuz Neulengbach unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Unterstützt durch den Zivilschutzverband konnte das Rote Kreuz 166 Spenderinnen und Spender im BORG Neulengbach begrüßen.

„In Ausnahmesituationen wie jetzt bedanken wir uns umso mehr bei allen Spenderinnen und Spendern und natürlich bei den Helferinnen und Helfern“, betont Bezirksstellenleiter Johannes Hiller. „Gerade jetzt dürfen wir die Blutspende-Bereitschaft nicht zurückgehen lassen. Und die Bevölkerung von Neulengbach und Umgebung hat das diesen Sonntag perfekt gezeigt.“

„In Ausnahmesituationen wie jetzt bedanken wir uns umso mehr bei allen Spenderinnen und Spendern und natürlich bei den Helferinnen und Helfern“

Corona-Patienten benötigen in der Regel keine Blutkonserven. Für viele andere Behandlungen und Operationen ist Blut das wichtigste Medikament. Alleine in Niederösterreich werden jährlich 50.000 Blutkonserven benötigt. Daher war die Freude über jeden einzelnen der 166 potenziellen Lebensretter am Sonntag besonders groß. „Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinden, dem Zivilschutzverband und dem Roten Kreuz haben wir es geschafft, die Blutspendeaktion unter den bestmöglichen Bedingungen durchzuführen. Denn gerade in schwierigen Situationen gilt es umso mehr, zusammenzuhalten und zu helfen!“, sagt Johannes Hiller.

„Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinden, dem Zivilschutzverband und dem Roten Kreuz haben wir es geschafft, die Blutspendeaktion unter den bestmöglichen Bedingungen durchzuführen."

Vom Roten Kreuz wurden für diese Aktion wegen des Coronavirus besondere Vorkehrungen getroffen: Die ohnehin kurze Vorbereitung beim Blutspenden wurde schnellstmöglich abgewickelt, die Blutspende selbst dauert generell nur wenige Minuten. Neben Möglichkeiten zur Handdesinfektion wurde auch darauf geachtet, Abstand zwischen Personen einzuhalten. Auch die Verpflegung wurde auf Kaltverpflegung umgestellt, um die Verweildauer zu minimieren.

Husten, Schnupfen und Heiserkeit oder ähnliche Symptome aktuell oder in den letzten zwei Wochen sind und waren immer ein Ausschlussgrund vom Blutspenden. Das Rote Kreuz bittet Spender bis zu zwei Wochen nach ihrer Spende daran zu denken, Veränderungen ihres Gesundheitszustandes dem Blutspendedienst unter 0800 190 190 zu melden.