Corona-Maßnahmen in Gastronomie: „Nichts ist planbar“. Gastronomie in der Region Wienerwald bemerkt Verunsicherung unter den Gästen, auch Spontanbesuche könnten ausbleiben.

Von Christine Hell, Andrea Stoiser und Kristina Veraszto. Erstellt am 15. September 2021 (04:00)
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Verunsicherung bezüglich der neuen Maßnahmen befürchtet Bianka Lazelberger bei ihren Gästen.
Christine Hell

„Jetzt wirds ein bisschen schwierig“, sagt Bianka Lazelberger. Die St. Christophener Wirtin hat bisher alle Hürden in Bezug auf Corona sehr gut genommen. Mit dem Inkrafttreten des neuen Stufenplans klingt sie jetzt aber ein wenig verdrossen: „Unsere Gäste werden mit den neuen Maßnahmen wieder verunsichert sein und verzichten eventuell wieder auf Feierlichkeiten.“

Es sei doch sehr mühsam, sagt die Wirtin, „nichts ist jetzt wirklich planbar.“ Sollten die Buchungen für Feierlichkeiten im Hause Lazelberger aufgrund der neuen Regeln tatsächlich ausbleiben, will sie die Zeit privat nutzen: „Dann machen wir halt Urlaub!“

„Jetzt wirds ein bisschen schwierig“

Der neue Stufenplan und damit die Verschärfung der Maßnahmen bringt auch Verunsicherung bei Vereinen. So hat der Sportverein Eichgraben seinen traditionellen Sturmheurigen sicherheitshalber abgesagt. „Die Situation ist für uns sehr schwierig. Im Moment weiß man noch nicht, welche Maßnahmen zum geplanten Termin gelten, daher werden wir den Heurigen heuer nicht abhalten“, sagt Obmann Dejan Stajkovic.

Im Landgasthof zur Linde in Brand-Laaben sehen die Wirte Gerti und Robert Geidel bei der Umsetzung des neuen Stufenplans derzeit aber keine Probleme. Ihre Gäste seien froh, dass bei ihnen im Haus exakt kontrolliert werde. Deshalb befürchtet das Gastro-Paar nicht, dass Gäste ausbleiben. Wer kein gültiges Testergebnis oder einen anderen 3G-Nachweis mithat, kann außerdem direkt im Gasthaus einen Corona-Test durchführen.

„Aber fast alle unsere Gäste sind bereits geimpft“, erzählt Gerti Geidel. Dass die Antigen-Tests bei Stufe 1 des Plans nur noch 24 Stunden gültig sind, könne sich auf das Kommen von spontanen Gästen auswirken, die nur schnell einen Kaffee oder ein Bier trinken möchten, glaubt die Wirtin: „Da wird es in den Kaffeehäusern schwieriger.“

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