Einbrecher will Berufung einlegen: „Strafe zu hoch“. Rumäne (35) brach Baustellencontainer auf. 20-monatige Haftstrafe ist ihm dafür zu lang.

Von Beate Riedl. Erstellt am 19. März 2020 (05:22)
Symbolbild
APA (dpa)

Auf Baustellen in der Region trieb ein Rumäne (35) im Sommer des Vorjahres sein Unwesen. Werkzeuge aller Art – Bolzenschneider, Winkelschleifer, Schlagbohrmaschinen und vieles mehr – erbeutete er unter anderem in Kirchstetten, Neulengbach und Pressbaum. Dafür brach er die Baustellencontainer auf, in denen die Werkzeuge von den Firmen verwahrt worden waren.

Zum Teil wurde das Diebesgut wenige Meter entfernt vom Tatort wieder gefunden – vermutlich fühlte er sich bei den Taten beobachtet oder gestört und ließ die Beute zurück. Verübt hat der 35-Jährige die Taten allerdings nicht alleine, er hatte einen Komplizen. Mit diesem reiste er dann wieder zurück in seine Heimat.

Als Grund für seine Diebstähle gab der zweifache Familienvater an, dass er kein Geld zum Leben und für die Heimreise hatte und zeigte sich auch geständig.

Einschlägige Vorstrafen in der Heimat

Der Angeklagte wurde zu 20 Monaten unbedingter Haft verurteilt, seine Vorhaft von knapp zwei Monaten wird ihm angerechnet. Mildernd wertete der Richter das Geständnis des Rumänen, dass er einen Beitrag zur Wahrheitsfindung geleistet habe und es ein Mal bei einem Einbruchsversuch geblieben ist. Seine mehrfachen einschlägigen Vorstrafen in seinem Heimatland belasteten ihn allerdings.

Mit dem Urteil zeigte sich der Angeklagte nicht zufrieden, nach einer kurzen Besprechung mit seinem Pflichtverteidiger meinte er: „Die Strafe ist mir zu hoch, ich kann nicht mehr da bleiben, ich werde mich umbringen.“ Er möchte Berufung einlegen und nahm das Urteil nicht an.