Kinder sind im Sommer versorgt. In allen Gemeinden der Region gibt es Angebote für die Schüler.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 12. Juni 2019 (03:16)
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Endlich Ferien! Für die Eltern sind Ferien nur entspannend, wenn dieBetreuung der Kinder gesichert ist.

„Vor gut zehn Jahren haben wir einmal den Bedarf für eine Ferienbetreuung erhoben, damals haben sich zwei Eltern gemeldet. Jetzt ist die Sommerbetreuung gesteckt voll“, berichtet die Maria Anzbacher Bürgermeisterin Karin Winter. In den ersten und letzten drei Wochen der Sommerferien gestalten zwei Betreuerinnen ein buntes Programm für die Kids, vom Feuerwehr-Besuch über den Ausflug in die Natur bis zum Eisessen reicht die Palette. „Das taugt den Kindern total“, freut sich die Ortschefin.

„Das Angebot ist gefragt, die Nachfrage wird immer mehr"

Auch in den anderen Gemeinden der Region ist die Nachfrage nach Ferienbetreuung für Kinder im Steigen. Das bestätigt etwa auch der Kirchstettener Gemeinderat Günter Mündl: „Das Angebot ist gefragt, die Nachfrage wird immer mehr. Wir haben heuer 21 Anmeldungen.“ Sechs Wochen, immer von Montag bis Donnerstag, können die Kinder betreut werden: „Einige sind den halben Tag da, andere ganztägig“, berichtet Mündl.

Eine leicht steigende Tendenz bei den Anmeldungen stellt auch die Neulengbacher Stadträtin Beate Raabe-Schasching fest: „Für diesen Sommer sind 300 Kinder angemeldet, das sind ein paar mehr als im Vorjahr.“ An sechs Wochen wird in Kooperation mit dem NÖ Familienland für die Betreuung der jungen Neulengbacher gesorgt. Die Betreuer sind dieselben, die während des Schuljahrs die Nachmittagsbetreuung in der Volksschule gestalten. „Wir sind damit absolut zufrieden“, betont Raabe-Schasching.

„Für diesen Sommer sind 300 Kinder angemeldet, das sind ein paar mehr als im Vorjahr.“

Sechs Wochen Ferienbetreuung in Kooperation mit dem NÖ Familienland gibt es auch in Asperhofen, auch hier ist die Nachfrage groß, bestätigt Bürgermeisterin Katharina Wolk.

Ausgebucht ist das Ferienangebot auch in Eichgraben, berichtet Bürgermeister Martin Michalitsch: „Wir haben ein bewährtes System in Übereinstimmung mit Kindergarten und Schule, das die Gemeinde gemeinsam mit dem Land anbietet.“

In Neustift-Innermanzing sorgen die „Lerntiger“ dafür, dass bei den Kids keine Langeweile aufkommt. Bürgermeisterin Irmgard Schibich erklärt gegenüber der NÖN: „In unserer Gemeinde gibt es vier Wochen Ferienbetreuung, in der Gemeinde Brand-Laaben fünf Wochen. Die Kinder können das Angebot in beiden Gemeinden in Anspruch nehmen.“

In Altlengbach sind 15 bis 20 Volksschulkinder in ganztägiger Betreuung. In den mittleren drei Wochen ist mangels Bedarf geschlossen. Vizebürgermeister Daniel Kosak betont: Uns ist eine möglichst bedarfsgerechte und familienfreundliche Betreuung sehr wichtig. Dort, wo es in den Ferien den Bedarf gibt, stellen wir die Möglichkeiten bereit.“

Zusätzliche Angebote in der Region

In der Region Wienerwald gibt es übrigens noch ein zusätzliches Angebot, und zwar eine sonderpädagogische Ferienbetreuung. Vor fünf Jahren wurde – erstmals in ganz Niederösterreich – diese Betreuungsform initiiert: Die Mutter eines behinderten Kindes aus Innermanzing fragte beim damaligen Altlengbacher Bürgermeister Wolfgang Luftensteiner an, ob nicht auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen eine Ferienbetreuung möglich wäre. Die Wienerwald Initiativ Region startete daraufhin im Sommer 2014 ein Projekt mit Unterstützung der Gemeinden, des Landes und mit Elternbeiträgen.

Dass es dieses Angebot auch heuer wieder in St. Christophen gibt, freut auch die Neulengbacher Stadträtin Beate Raabe-Schasching: „Es ist sehr wertvoll, wenn gerade Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen einmal ein bisschen durchschnaufen können, das ist großartig.“

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