Moped-Kontrollen zeigen Wirkung. Innerhalb weniger Wochen hagelte es für Moped-Lenker im Rayon der Polizei Neulengbach 80 Anzeigen, 12 Kennzeichen wurden abgenommen.

Von Beate Riedl. Erstellt am 08. August 2019 (03:20)
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Symbolbild

„Wenn die Bevölkerung reagiert, dann reagieren natürlich auch wir“, sagt ein Polizist. Wenn es Probleme durch Mopedlenker gebe, müsse eingegriffen werden. Eine Folge der ständigen Beschwerden sind nun verstärkte Kontrollen, die manchem Mopedlenker sauer aufstoßen.

Doch zum Spaß sind die Überprüfungen der Polizei wohl nicht: Erst in der Vorwoche gab es mitten in der Nacht Anrufe von Anrainern, dass nahe vom Billa Mopedlenker herumfahren. Fahrten auf den Hinterrädern, Beschleunigungsrennen oder Vollgas-Runden mit auffrisierten Mopeds dürfte so manchen Jugendlichen viel Spaß machen – sehr zum Leidwesen so mancher Anrainer. Auch bei der Park- und Rideanlage in Neulengbach hat es laut Polizei immer wieder Probleme gegeben.

Vier bis fünf Delikte pro Moped

„Innerhalb weniger Wochen hatten wir bei 40 Mopedüberprüfungen 80 Anzeigen, 12 Kennzeichen wurden abgenommen“, berichtet ein Polizist. Damit sei rund jede dritte Kontrolle ein Treffer. Meist seien es vier bis fünf Delikte pro Moped, etwa dass das Gefährt zu schnell läuft und damit nicht ordnungsgemäß versichert ist oder die montierten Teile nicht genehmigt sind. Anzeigen blühen zusätzlich auch dem Zulassungsbesitzer, oft ein Elternteil des Mopedlenkers. „Da können schon mal 300 bis 500 Euro zusammenkommen. Ab 66 km/h wird angezeigt, ab 76 das Taferl abgenommen“, informiert ein Polizist.

„Ein Jugendlicher hat gesagt, dass er sich von einem Trottel nichts sagen lässt. Das wird natürlich dann auch angezeigt.“

Ein Polizist berichtet über

die Mopedkontrollen

Schockiert zeigt sich der Beamte über das Benehmen so mancher Jugendlicher, die bei Kontrollen oder Anzeigen auch frech gegenüber der Polizei werden. Auch das habe Folgen: „Ein Jugendlicher hat gesagt, dass er sich von einem Trottel nichts sagen lässt. Das wird natürlich dann auch angezeigt.“

Die Kontrollen werden jedenfalls weiterhin verstärkt durchgeführt. Die Walze bleibt fix in Neulengbach stationiert, da eine große Notwendigkeit gegeben ist. Natürlich werden auch jene von der Polizei überprüft, die sich an alle Regeln und Gesetze halten und die erst kürzlich kontrolliert wurden. „Wer aber nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten.“