Rad: Sicherheit hat Vorrang. Die richtige Ausstattung bei den Rädern ist Voraussetzung für ungetrübtes Fahrvergnügen auf den Straßen.

Von Beate Riedl. Erstellt am 30. Mai 2017 (03:00)
www.shutterstock.com/Monkey Business Images
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Kinder (und auch Erwachsene) treten gern in die Pedale, nicht nur in der Freizeit, auch (wenn möglich) am Weg zur Arbeit und in die Schule. Schüler, die ihr zehntes Lebensjahr vollendet haben, konnten und können in den Schulen ihre Radprüfung absolvieren und damit nun ohne Aufsicht auf der Straße fahren. „Wenn sie die Prüfung nicht abgelegt haben, dürften sie erst ab 12 Jahren mit dem Rad alleine auf der Straße unterwegs sein“, weiß der Altlengbacher Polizist Friedrich Hackl.

Das gelte auch für Scooter und andere spielzeugähnliche Fahrzeuge. Der Polizist steht der Radfahrprüfung positiv gegenüber, da „sich die Kinder bei der Vorbereitung auf die Prüfung aktiv mit dem Straßenverkehr beschäftigen.“ Bei der Prüfung werde auch Augenmerk auf die ordnungsgemäße Ausstattung der Fahrräder gelegt.

Dem Polizisten fällt auf, dass viele Räder nicht so ausgestattet sind, wie es eigentlich sein sollte. So sind beispielsweise viele Radfahrer ohne Licht unterwegs. „In der Dämmerung und wenn es finster ist, ist eine Beleuchtung Pflicht“, merkt Friedrich Hackl an. Bei Tageslicht und guter Sicht dürfen Fahrräder auch ohne Licht verwendet werden, erklärt er.

Radfahren ist nicht nur kostengünstig, sondern auch eine Chance, auf die tägliche gesunde Portion Bewegung zu kommen.“Markus Gansterer, VCÖ-Experte

Bestens bescheid über die Ausrüstung rund um das Rad weiß Christoph Pohl, Geschäftsführer von Pohl Bikes in Neulengbach. „In der Straßenverkehrsverordnung ist das festgelegt, wie ein Rad ausgestattet sein muss.“ Dazu gehören zwei unabhängige Bremsen, Rückstrahler vorne (weiß) und hinten (rot), seitliche Rückstrahler (gelb) oder reflektierenden Reifen (weiß oder gelb), Rückstrahler an den Pedalen (gelb) oder etwa an den Pedalkurbeln, sowie eine Glocke oder Hupe. Ausstattung sei aber nicht alles, es sei auch wichtig, auf die Sicherheit großen Wert zu legen. Er empfiehlt, das Rad – je nach Benützung – in regelmäßigen Abständen zu servicieren. Dabei werde die Schaltung eingestellt, Bremsen und Lager kontrolliert.

Bei einem großen Service werden zusätzlich die Lager zerlegt und gereinigt und die Laufräder zentriert.

Kostengünstig und gut für die Gesundheit

Dass Radfahren sehr beliebt ist, zeigt eine Analyse des VCÖ (Verkehrsclub Österreich), die besagt, dass in Niederösterreich im Bundesländer-Vergleich am dritthäufigsten mit dem Rad zur Arbeit gefahren wird. „Das Potenzial für mehr Radverkehr am Weg zur Arbeit ist auch in Niederösterreich groß. Denn viele Beschäftigte wohnen in Radfahrdistanz zum Arbeitsplatz“, betont VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Und er streicht noch einen positiven Aspekt heraus, denn Radfahren sei nicht nur kostengünstig, „sondern auch eine Chance, auf die tägliche gesunde Portion Bewegung zu kommen. Radfahren ist, gemeinsam mit zu Fuß gehen, die gesündeste Mobilität.“

Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte sich aber auch an die Straßenverkehrsordnung halten: So sind Fahrradstreifen immer zu benützen. Radwege, bei denen ein rundes Verkehrszeichen steht, müssen benützt werden, bei einem eckigen kann er benützt werden. „Auch Telefonieren ist beim Radfahren verboten, ebenso Alkoholkonsum“, weiß der Polizist.

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