Tennishalle ist für die Region ein Thema. Kleinregion will verstärkt kooperieren. Freizeit, Natur und Kultur stehen im Vordergrund.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 16. Januar 2018 (05:39)
Die Politiker beim „Gipfeltreffen“ auf dem Buchberg: Der Asperhofener Vizebürgermeister Harald Lechner, Neulengbachs Bürgermeister Franz Wohlmuth, die Maria Anzbacher Ortschefin Karin Winter sowie die Bürgermeister Martin Michalitsch (Eichgraben), Michael Göschelbauer (Altlengbach) und Helmut Lintner (Brand-Laaben).
NOEN, privat

Mehr Angebot in der Gastronomie, Verbesserungen bei Rad- und Wanderwegen, mehr Lebensqualität für die Bürger – diesen Themen will sich die Wienerwald Initiativ Region widmen. Die acht Gemeinden der WIR wollen verstärkt zusammenarbeiten. Bei einem „Gipfeltreffen“ auf dem Buchberg gab es einen Gedankenaustausch.

„Wir sind dabei eine Stärken-Schwächen-Analyse durchzuführen“, berichtet WIR-Obmann Franz Wohlmuth. In vielen Bereichen sei man gut aufgestellt, zum Beispiel in kulturellen Belangen. Auch die gute Verkehrslage sei ein Vorteil. Mittelfristig wünschen sich die WIR-Bürgermeister noch bessere Bahnverbindungen.

Defizite sieht man bei der Vernetzung von Rad- und Wanderwegen. „Da schauen wir, was fehlt, was geht“, so Wohlmuth. Ein Thema ist auch ein Sportstättenangebot in der Region. Wohlmuth: „Ein Hallenbad kommt nicht in Frage, aber eine Tennishalle oder ein Fitnesscenter mit Sauna ist vielleicht denkbar.“

Es geht darum, wie man die Region als Ganzes für die eigene Bevölkerung und für Gäste attraktiver macht.“ Martin Michalitsch

Eichgrabens Bürgermeister Martin Michalitsch will sich beim Thema Freizeiteinrichtung noch nicht festlegen: „Man muss sich anschauen, was wirklich fehlt. Das ist eine Standort- und eine Nutzungsfrage.“

Dem Bereich Rad- und Wanderwege will man sich auf jeden Fall widmen: „Wie man sich umweltfreundlich bewegen kann, ist ein großes Thema“, betont Michalitsch, der selbst gern sportlich aktiv ist. So sei etwa eine bessere Wanderwegverbindung auf Schöpfl, Buchberg, Kolreith und Gföhlberg ein Anliegen. „Vielleicht gibt es auch den Wunsch nach einer Warte am Gföhlberg“, so Michalitsch. Viele Wünsche gäbe es in der Gastronomie: „Da soll es mehr Angebot in der Region geben.“

Schwerpunkt auf gemeinsame Regionalentwicklung

Kooperieren wollen die Gemeinden auf jeden Fall bezüglich Landesausstellung und Kulturhauptstadt St. Pölten. Wie berichtet soll 2023 im Mostviertel die Landesausstellung stattfinden, und St. Pölten bewirbt sich als europäische Kulturhauptstadt 2024. Martin Michalitsch hält fest: „Beides bietet große Chancen für Regionen im Zentralraum. Die Bürgermeister der Wienerwald-Initiativ-Region rund um Neulengbach wollen diese Chance nutzen.“

Man wolle daher eine gemeinsame Regionalentwicklung mit den Schwerpunkten Naturerlebnis, Kultur und Gastronomie starten, an deren Ende eine Mitwirkung am Projekt Kulturhauptstadt und vielleicht auch eine Bewerbung für eine Landesausstellung stehen soll. „Wir werden in der Wienerwald Initiativ Region ein Projekt aufsetzen“, kündigen die Ortschefs an. Kooperation mit Leader ist angedacht, Unterstützung vom Land werde es geben. Vor der Landtagswahl wird sich aber nichts mehr tun: „Konkrete Arbeiten können beginnen, wenn es klare Verhältnisse im Land gibt“, so Michalitsch.

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