Unfall-Gefahr durch Wild: Polizei und Jäger geben Tipps

Wild, Auto und Straße - eine schlechte Kombination und Ursache für Unfälle.

Erstellt am 04. Dezember 2021 | 05:09
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Vor allem Rehe sorgen durch ihr plötzliches Auftreten auf der Straße für so manche brenzlige Situation.
Foto: Christine Hell

Vielen Autolenkern ist es schon passiert: Plötzlich springt ein Reh auf die Fahrbahn - oft ist ein Unfall durch ein heftiges Bremsmanöver gerade noch zu verhindern. Manchmal aber ist eine Kollision nicht mehr zu vermeiden.

Vor wenigen Tagen hat ein junger St. Christophener dieses Szenario erlebt. Auf dem Weg zur Arbeit sprang ein Rehbock in der Morgendämmerung plötzlich auf die Straße, der Schreck war groß, der Unfall leider nicht zu verhindern. Das Tier wurde getötet. Der Schaden am Fahrzeug: über 7.000 Euro.

„Derartige Unfälle mit Wildtieren kommen jetzt gehäuft vor“, erklärt dazu Helmut Summer. Das sei aber jeden Herbst so, fügt der Neulengbacher Polizei-Postenkommandant an. Genaue Zahlen gebe es dazu keine, weil Wildunfälle nicht extra erfasst werden, sondern unter „Verkehrsunfall mit Sachschaden“ registriert werden, weiß Summer.

Friedrich Prammer berichtet von zwei Unfällen mit Wildtieren im heurigen Jahr im Jagdgebiet Rothenbuch/Gamesreith.

Dass einzelne Straßenabschnitte ganz besonders vom Rehwild durchkreuzt werden, weiß Michael Meissl: „Vor allem vom Kreisverkehr Autobahnabfahrt St. Christophen bis zur Billa, in Nest und im Bereich von Billa bis Kirchstetten ist der Wildwechsel besonders stark, eigentlich überall, wo die Straße zwischen Wald und Feld führt.“ Der Almersberger Jäger empfiehlt, auf derartigen Straßenabschnitten ganz besonders Acht zu geben und mit Weitblick unterwegs zu sein.